Monatsarchiv für Juli 2007

Jedes Foto ist brauchbar: Deleted Images

Donnerstag, den 12. Juli 2007

deleted images

Der Meinung war ich schon immer, dass eigentlich alle Bilder Kunst sind – wenn sie erst mal außer Kontrolle geraten sind und ein Eigenleben entwickelt haben: Die Belichtung ist nicht so, wie geplant, die Fotografierten haben in der letzten Zehntelsekunde noch vollkommen unerwartete Bewegungen gemacht, gezwinkert oder das Gesicht verzogen, das Bild ist verwackelt etc.

Früher, als man noch jeden Abzug bezahlte und die Überraschung erst beim Auspacken der schon bezahlten Abzüge entdeckte, war die Freude an diesen Kunstwerken getrübt. Aber schon da dachte ich öfters, das könnte man gut in einer Diaschau als Zwischenbild oder als Hintergrund für eine Illustration verwenden.

Heute schickt man das zu Deleted Images, wo es mit vielen anderen völlig unerwarteten Effekten bewundert wird.

[via Ehrensenf ]

NZZ Folio: Tiefsee

Mittwoch, den 11. Juli 2007

NZZ Folio

Es gibt sie noch: Die monatlich erscheinenende Illustrierte der Neuesten Züricher Zeitung NZZ Folio. Das aktuelle Heft widmet sich dem thema Tiefsee.

Die Folio-Hefte fielen mir schon vor einigen Jahren als journalistisch solide gemachte Magazine auf. Damals gabs ja auch noch die tollen Magazine der Süddeutschen, der ZEIT (das es heute wieder gibt) und einige andere. Das Folio hat überdauert, bietet immer noch interessante Themen und gute Beiträge. Mit das Beste dran: Es gibt die lesenswerten Artikel auch im Internet, sogar zum Anhören bei audible.com.

Anders als übliche Zeitungsbeilagen folgt NZZ Folio einem Schwerpunktkonzept: Jeden Monat präsentieren wir ein Thema in seiner Vielfalt, ergänzt durch Rubriken und Kolumnen.

Die Zeitschrift liegt der NZZ bei und kann auch seperat abonniert oder – in der Schweiz – einzeln am Kiosk gekauft werden.

BubbleScope: 360-Grad-Panoramas in einem Rutsch

Dienstag, den 10. Juli 2007

Bubblescope

So neu, dass es noch nicht mal einen Verkaufspreis auf der eigens geschaffenen Website dafür gibt: Das Bubblescope. Nein, es macht keine Seifenblasen und man kann damit auch nicht um die Ecke gucken. Man soll damit vielmehr in einem Rutsch 306-Grad-Panorama-Aufnahmen anfertigen können.

Eine raffinierte Konstruktion mit drehbarer Linse und einem Spiegel sollen es möglich machen. Die Beispielbilder auf der Internetseite können von der Qualität her noch nicht so richtig überzeugen. Schön wars natürlich schon, auf die ganze Stitcherei verzichten zu können, ohne gleich in die High-End-Klasse einzusteigen. Auf der anderen Seite: Wenn man die Datenmenge sieht, die in der Vielzahl hochauflösender Einzelaufnahmen eines Panoramas steckt, dann müsste das kleine Teil doch fast Unmögliches leisten, um gleich zu ziehen.

Video mit kleinem Budget

Montag, den 9. Juli 2007

Wrestling-Videos

In letzter Zeit ist bei mir die Überzeugung gewachsen, dass man an Video im Interent nicht mehr vorbeikommt. Einer der jüngsten kleinen Bausteine, die zu dieser Überzeugung beigetragen haben ist dieses Video mexikanischer Wrestler auf der amerikanischen Website Sportshooter.

Die Aufnahmen entstanden mit einer Canon SD 800 IS. Also im Prinzip eine “kleine” Ixus mit Bildstabilisator und Videofunktion. Natürlich professionell geschnitten und verarbeitet. Die Aufnahmen dokumentieren den Auftrag eines Photojournalisten vor Ort, drei Teile a drei Minuten, Quicktime, gute Qualität.

Gefunden habe ich das über einen Beitrag auf einer meiner Lieblings-Websites von Mindy McAdams: Teaching Online Journalism: Your $300 video camera. Schon in einem früheren Beitrag hat sie dafür plädiert, eine einfache “point-and-shoot-camera” für runde 300 Dollar zu kaufen, statt auf teures Video-Equipment zu setzen. Ihr Tipp war die Canon PowerShot A570 IS, die ebenfalls Videofunktion und Image-Stabilizer hat, sie sieht allerdings nicht so klein smart aus wie die Ixus 800.

Video-Tipp von Mindy McAdams

Paris, nochmal kurz erinnert

Samstag, den 7. Juli 2007

Liebespaar in Paris

[Auf das kleine Bild klicken für eine größere Ansicht ]

Vor rund einem Monat war ich für drei Tage in Paris. Vielleicht liegts am Alter, aber die Erinnerungen verblassen doch erstaunlich rasch. Gerade habe ich meine Pixelspeed-Fotohefte fertiggemacht von diesem Urlaub und gemerkt, dass ich bei manchen Bildtexten schon ins Grübeln komme.

Das Bild von dem Liebespaar vor dem Kenzo-Shop hat dafür keine Verwendung gefunden, der Schnappschuß ist nicht perfekt, aber so sind eben Schnappschüsse.

Was auch etwas hilft, Paris-Erinnerungen aufzufrischen oder die Atmosphäre herzuzaubern ist das alte Chanson Paris s’eveille, das ich neulich zufällig durch einen Link bei youtube gefuden habe.

YouTube – Jacques Dutronc – Paris s´éveille

http://www.youtube.com/watch?v=cKX83VWkxRI

Und ganz profan, leider noch nicht genutzt für irgendwelche Diaschauen o.ä., aber als persönliche Erinnerung durchaus auch brauchbar: 1 Minute Pariser Metro (die Stationen kann man heraushören…).


Eine Seite von Joachim Ott