Viel Licht für wenig Geld: lowbudgetshooting
Mittwoch, den 13. Dezember 2006Das Wortungetüm wirkt etwas abschreckend, aber wenn man den Sinn erfasst hat, bekommt die Sache ihren Reiz: Viel Licht für wenig Geld. Oder noch besser gesagt: professionelle Lichtgestaltung mit einfachen Mitteln.
Cyrill Harnischmacher hat mit lowbudgetshooting eine ausführliche Anleitung geschrieben, die gar nicht billig daherkommt. Das Buch ist durch und durch professionell gestaltet, die Aufnahmebeispiele sind authentisch und das bedeutet, man kann das wirklich mit dem beschriebenen Aufwand erreichen. Wer lange genug mit Blitzgeräten und Hilfsmitteln herumprobiert, weiß das.
Die Hilfsmittel, deren Bau und Anwendung in dem Buch beschrieben werden, sind dagegen aus dem Anfängerstadium herausgewachsen. Die Anleitungen für Aufnahmetische und Lichtzelte zum Beispiel sind gut und verständlich. Materialliste, Werkzeug und Materialeinkauf sind beschrieben, am Ende des Buches kommen noch eher allgemein gehaltene Hinweise, wo man was günstig kaufen kann. Leider ohne genau Adressen.
Wie weit der Aufwand gehen soll, muss jeder selbst entscheiden. Die Softboxen zum Mitnehmen oder Nah- und Macro-Diffusoren zum Beispiel kann man nach meiner Einschätzung gut selbst bauen. Ob man “richtige” Softboxen und Striplights nach Anleitung baut oder für wenig Geld bei einem der auf der lowbudgetshooting-Website verlinkten Versender nicht gleich fetig kauft, hängt vom eigenen Zeitbudget und Geldbeutel ab.
Auch die Website zum Buch ist eine Empfehlung wert. Dort findet man viele weitere Tipps und auch das zweite Buch “close-up shooting, das ebenso wie der Erstling 2005 zum Auswahltitel de Deutschen Fotobuchpreises prämiert wurde und seine 19,90 Euro allemal wert ist.

Die Nominierungen für die Bloggy Awards 2006 sind draußen. Nach meinem Eindruck werden die meisten nominierten Blogs immer textlastiger und das Design zunehmend schlichter. Was aber kein schlechtes Zeichen sein soll, dann müssten ja – Erfolg vorausgesetzt – die Inhalte besser werden.










