Monatsarchiv für November 2006

Starke Bilder: Rebekka Guðleifsdóttir

Mittwoch, den 22. November 2006

Rebekka, dreifach

Starke Bilder einer Isländerin: Rebekka Guðleifsdóttir . In Ehrensenf wurde sie vorgestellt mit ihren Doppel-Porträts. Nein, nicht doppelt im Sinne von zwei Personen auf einem Bild. Es sind raffinierte Doppel- und Dreifach-Belichtungen mit der Fotografin selbst als Motiv. Auch die anderen Kategorien ihrer Foto-Website sind sehenswert, die Website selbst ist schnörkellos und schnell.

Noch mehr Bilder von ihr gibt es auf ihren Flickr-Seiten. Anschauen!

Email und RSS im Blog

Dienstag, den 21. November 2006

Emails zum Blog

Gürtel oder Hosenträger? Beides – so muss die konservative Antwort des sicherheitsbewußten Mannes lauten. (Naja, Frauen und Menschen vor Erreichen der Pensionsgrenze müssen sich eben ein anderes Beispiel suchen). Die ernst gemeinte Frage, die dahinter steht lautet in diesem Fall: Ist es sinnvoll, ein Blog durch die Aussendung von Newslettern zu ergänzen? Mit eben diesen Nachrichten, die man sich so smart per RSS abholen kann / soll?

Ja, bedauerlicherweise ist das wohl so. Ich bin mittlerweile so oft auf Menschen gestoßen, die mit RSS und Newsreadern nichts anzufangen wissen, daß ich zugeben muss: Der Sinn eines Blogs wird manchmal eben nur mit zusätzlichen Mails erreicht. Dies gilt jetzt (noch) nicht für mein privates Blog, für andere aber sehr wohl.

Und offensichtlich gibt es auch schon zahlreiche Dienste, die das ermöglichen: Zookoda zum Beispiel hat mit das schickeste Aussehen (steht aber gerade zum Verkauf). Feedblitz und Squeet scheinen ebenfalls zuverlässige Alternativen. Und wer sowieso einen Account bei Feedburner hat, der greift vielleicht auf diesen Service zurück. Wobei bei Feedburner ja noch viele weitere Serviceangebote dazu kommen, deswegen habe ich mich (an anderer Stelle) für diesen Dienst entschieden.

Nun ist es aber so, dass gerade diejenigen, die nicht zur “Internet-Generation” gehören, lieber mit Mails anstatt mit Newsreadern arbeiten. Und genau diese Leute stehen auch nicht auf englischsprachige Kommunikation, bzw. sind dabei immer etwas verunsichert. Und obwohl die vier “Großen”, die ich oben aufgeführt habe, wirklich professionell sind und international arbeiten: Ein deutschsprachiges Angebot können alle vier nicht aufweisen.

Bleibt noch die Alternative, auf ein Wordpress-Plugin zurückzugreifen, wie es Frank Bültge übersetzt und angepasst hat und hier anbietet. Diese Website ist nebenbei bemerkt überhaupt eine Fundgrube für Wordpress-Nutzer, großes Lob für diese Arbeit.

Mich hat bisher nur der Aufwand abgehalten (Feedburner geht ratzfatz) und die Tatsache, dass der Emailverkehr dann über meinen Server geht. Aber sobald es die Zeit zulässt, wird diese Alternative ausprobiert (auf deutschsprachige Angebote braucht man wahrscheinlich nicht zu warten).

Jaques Berndorf: Requiem für einen Henker

Montag, den 20. November 2006

Requiem für einen Henker. Ein Siggi-Baumeister-KrimiEin weiterer Siggi-Baumeister-Krimi und schon alleine deshalb ein Muß für für die Fans der Eifel-Krimireihe. Bereits im Vorfeld hatte ich allerdings einige Bedenken,w eil ich wusste, dass das kein brndneues Buch ist, sondern die Neuausgabe eines bereits 1990 erschienenen Krimis. Und weil die Bücher des ehemaligen Journalisten Michael Preute auch immer von den aktuellen Bezügen zur Politik und Zeitgeschichte leben, ist das ein etwas heikles Unterfangen.

Kurz gesagt: Wer diesen Eifel-Krimi zur Vervollständigung seiner persönlichen Leseliste braucht und Eifel-Fan ist, der kauft ihn. Wer den Autor mag und beispielsweise einem Freund ein Appetit machendes Werk von Preute ausleihen will, der wird wahrscheinlich zu einem anderen Krimi greifen.

Die Geschichte spielt in der eigenen Eifel-Welt des Journalisten Baumeistr, mit viel Lokalkolorit, der bekanntund prägnanten Erzählweise des Autors und viele Details zu Katzen und Pfeifen. Der Plot wirkt aber dieses Mal sehr konstruiert und noch viel unrealisitischer als in vielen anderen Baumeister-Krimis. Es geht um Geheimdienste, wie deutsche Behörden darin verwickelt sind, der CIA und der KGB dürfen natürlicha uch nicht fehlen. Vielleicht hat es sogar sein Gutes, das der Krimi jetzt neu aufgelegt wird, weil man nach den Vorfällen um Khaled el Masri vieles aus dieser Geschichte eher für möglich hält, als noch vor 16 Jahren.

Fazit: Eifel-Krimi-Fans müssen ihn lesen, und alle diejenigen natürlich, die einen Krimi mit Bezug zum Zeitgeschehen und Lokalkolorit mögen. Ähnlich gut gelingen lokale Bezüge meiner Meinung nach nur noch Anne Chaplet (mit Klein-Roda und Frankfurt).

Ein gutes Jahr

Sonntag, den 19. November 2006

Ein gutes Jahr

Abtauchen im Kino: Der Kinofilm Ein Gutes Jahr lockte uns ins Kino – wider besseres Wissen: Es konnte einfach nur ein schöner, verträumter, unrealistischer Film sein mit tollen Bildern und einer etwas rührseligen Geschichte.

Mein Jahr in der Provence.Na und? Es geht auf Weihnachten zu, die kalte Jahreszeit sollte uns eigentlich schon fest im Griff haben, warum also nicht Provence in Breitwand? Wer mit dem Anspruch rein geht, wird zufrieden sein: Alle Frankreich-Klischees werden bestens bedient, zum Beispiel in einer Restaurant-Szene in der die Bedienung dem Filmhelden zuraunt: “Und denk dran, wir sind in Frankreich: Der Gast hat niemals Recht!”

Die Geschichte ist wahrscheinlich schon bekannt: Reicher und erfolgreicher Londoner Börsenbroker erbt das französische Weingut, wo er als Kind viele Ferien verbracht hat und will das Anwesen schnellstens zu Geld machen. In Frankreich aber werden die Erinnerungen wach an glückliche Kindheitstage im Weingut, er verliebt sich, verfällt dem Französischen savoir-vivre…

Ein gutes Jahr. Buch zum FilmWer die Bücher des Engländers Peter Mayle mag, der wird auch den Film mögen: Das ist das Frankreich, das wir und auch die Briten uns so vorstellen, und das wir auch mögen. Ich zumindest habe ein paar Mayle-Bücher gelesen und – ganz ehrlich – auch genossen. Man könnte es auch das Rosemaunde-Pilcher-Symptom nennen, das derzeit mit deutschen Fernsehfilmen für Cornwall bedient wird.

Natürlich fragt man sich schon im Vorfeld, ob der Film nicht zum Werbefilm für die Provence oder für Wein verkommen ist. Dazu nur soviel: Bei mir persönlich hatte sich nach dem Film vor allem das Bild des neuen Palm-Handheld eingeprägt, mit dem Russell Crowe dauernd telefoniert. Smartes Teil, ich war sogar schon auf der Palm-Website und hab nach den Preisen geschaut. Und welchen Werbepartner entdecke ich, als ich die offizielle Website des Films besuche? Richtig.

Am Neckar

Donnerstag, den 16. November 2006

Am Neckar

Habe mir ein Stück Flussufer gestaltet. Mal eben. Am Neckar. So heißt auch die Website, über die ich neulich in meiner Tageszeitung gelesen habe. Der Landschaftsplaner Hermann Grub hat sich zum Ziel gesetzt aus dem geschundenen Wasserlauf wieder ein schöneres Stcük Natur zu machen, schreibt die Badische Zeitung:

Nun ist Grub beileibe nicht der Oberplaner. Im Gegenteil, er hat keinen einzigen Strich gezeichnet. Seine Initiative will vielmehr die vereinzelten Pläne zusammenführen, will sie öffentlich machen, will Geldgeber locken und Eigenverantwortung schaffen. Der Charme des Vorhabens liegt darin, dass es eben kein Großprojekt ist. Dass viele mitmachen können, dass an vielen Fronten geschafft wird.

Die Stuttgarter Dependance der Werbeagentur Jung von Matt entwarf dazu eine – mittlerweile preisgekrönte Website – auf der sich jeder sein Stück Natur gestalten kann. Witzig und hoffentlich wirksam, um auf eine gute Idee aufmerksam zu machen.

Man kan sich nicht nur seinen eigenen Neckarstrand gestalten und archivieren, man kann natürlich auch gucken was die anderen machen. Weitere nette Features sind eine Statistik und die von Künstlern gestalteten Stücke.


Eine Seite von Joachim Ott