
Nachdem ich mir den Epson Perfection 3490 Photo in erster Linie gekauft hatte um meine Panorama-Negative einzuscannen und kaum irgendwo Angaben im Netz gefunden hatte, hier nun mein Erfahrungsbericht mit einigen Tipps (möge es nützen).
Zum Scanner mit Durchlichteinheit gehört ein etwas zerbrechlich wirkender Rahmen, in den Dias oder Negative eingelegt werden können. Mit der Schichtseite nach unten, aber das merkt man ja spätestens in der Vorschau. Ich habe anfangs versucht das Teil anstelle des abgenommenen weißen Hintergrundes in den Deckel einzubauen, ist aber müßig: Man muss es nur aufs Glas legen, es gibt Markierungen und Vertiefungen dafür, idiotensicher (ähem).
Sinnvoll ist es, nicht aus Photoshop zu scannen sondern zunächst nur die mitgelieferte Software Epson-Scan zu öffnen. Als nächstes sollte man in den Profi-Modus wechseln und dort kann man dann die Feinheiten einstellen. Im unteren Teil wähle ich nur automatische Belichtung, alles andere wähle ich ab, spart Zeit. Auch die Vorschau muss man anpassen, sonst versucht das Programm die Negative mit den 24 x 66 mm großen Bildern als KB-Negative 24 x 36 mm abzulichten.
Ich habe die neuen Filme jetzt so geschnitten, dass immer nur noch zwei Bilder auf einem Streifen sind, das kann auch beim Scannen erfasst werden, mehr geht nicht auf einmal. Um zügig arbeiten zu können empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
- Einmal eine Vorschau scannen und das Scan-Feld so anpassen, dass beide Negative erfasst werden.
- Danach diese zwei Bilder als ein Bild scannen, mit dem schwarzen Balken dazwischen. 300 dpi reichen für eine Art “Kontaktabzug”. Die Scans werden in diesem Modus immer an der gleichen Stelle fortlaufend nummeriert abgelegt.
- Negativ-Streifen rausziehen und den nächsten wieder an der gleichen Stelle bis zum Anschlag reinschieben, dann ohne Vorschau einfach wieder scannen. 10 Mal, dann müsste der Film fertig sein.
- Dann erst Photoshop öffnen und das erste Doppel-Bild öffnen.
- Jetzt die Aufzeichnung für die Stapelverarbeitung starten: 90 Grad drehen, ringsherum den schwarzen Rand abschneiden, Größe 18 cm und Auflösung runterrechnen, 200 dpi reichen. Den schwarzem Balken evt. ausschneiden / weiß füllen, unscharf maskieren, abspeichern. Aufzeichnung beenden.
- Alle anderen Bilder kann man jetzt mit der Stapelverarbeitung durchlaufen lassen, erledigt sich von alleine.
Danach hat man etwa 10 Doppelbilder: Jeweils zwei Panorama-Bilder nebeneinander auf einem Scan, zusammen 18 cm breit. Wenn man die untereinander anordnet und ausdruckt hat man einen Kontaktabzug zur Beurteilung der Aufnahmen. Dauert vielleicht auch ein halbes Stündchen pro Film, aber Fortbringen und Versenden (und auf die Rückkehr warten) geht länger.
Meine Erfahrungen mit den “großen Scans” und den Ausdrucken folgen in Kürze.