Monatsarchiv für Oktober 2005

Photofriday: Delicate

Freitag, den 28. Oktober 2005

Photofriday: Delicate

Da war ich auf dem Holzweg: Bei “Delicate” dachte ich zunächst an leckeres Essen. Und ärgerte mich dann, dass die Teilnehmer am Photofriday wirklich bei jedem Thema Blumen und ihre Kinder fotografieren. Aber das Nachschlagen im Wörterbuch hat sich mal wieder gelohnt: “zart, zierlich, feinfühlig”. Also bleibt das Johannisbeertörtchen im Archiv…

Herbstlicht

Freitag, den 28. Oktober 2005

Herbstfarben in Freiamt

Der Herbst macht Endspurt: Sonne und Wärme sollen noch etwa drei Tage anhalten, dann wirds kühler und dann wird ratzfatz auch das Laub unten sein. Schluß also mit den phantastischen Farben.

Und dann ist auch schon wieder Brettlemarkt in Emmendingen, die Herbstferien beginnen und damit definitiv die kalte Jahreszeit: Winterreifen aufziehen, Skiklamotten kaufen und Ausrüstung erneuern. Und dann kann man sich eigentlich auch fast schon um die Weihnachtsgeschenke kümmern…

Abendlicht

Panorama-Negative selbst verarbeiten: “Große” Scans und Ausdrucke

Donnerstag, den 27. Oktober 2005

In Emmendingens Nachbargemeinde Teningen

Nach den Kontaktabzügen (siehe hier) nun die großen Bilder. Das Vorgehen wie gehabt, nur wird jetzt immer nur ein Bild gescannt: Mit 3.200 dpi, möglichst noch immer ohne allen Schnick-Schnack, weil die Scans sonst doch recht lange dauern. Staub entfernen und schärfen kann man nachher ganz gut von Hand. Doch der Reihe nach:

Am besten wieder nur mit Epson-Scan arbeiten und das Bild, dieses Mal als TIFF, abspeichern. Dieses unbearbeitete TIFF hat bei mir rund 70 MB und wird archiviert, eine Kopie wird weiterverarbeitet und zwar folgendermaßen:

Erst mal gedreht und wieder sauber beschnitten, dann wird der Staub entfernt, Helligkeit, Kontrast, Farbe evt. (bzw. fast immer) korrigiert. Dann brauche ich für meine großen Bilderrahmen und Passepartouts etwa eine Größe von 18 x 49 cm. Also unter Bildgröße runterrrechnen, mit “Auto”-Berechnung und der Fein-Einstellung kommt man von den 3.200 dpi auf 266 dpi und 18 cm Höhe runter und kann dann 1, 2 oder 3 mal unscharf maskieren.

Zurück bleibt ein sauberes Bild, das nun zwischen 20 und 30 MB hat und von der Auflösung ganz gut rauskommt. Mein Epsondrucker Stylus Color 740 ist nicht mehr der jüngste, aber mit 720 bis 1440 dpi druckt er das ganz flott aus und es ist vergleichbar mit den “richtigen” Abzügen, die ich in dieser Größe habe.

Leicht gesagt: Er druckt das aus. Das Panorama-Papier Epson S041145 Photo Paper Panorama, 210 x 594mm, 10 Blatt, ist nirgendwo lieferbar, und nach Aussage von Epson wird sich das demnächst auch nicht ändern. Auch wenn dieses papier mit den gängigen Preissuch-Maschinen gefunden wird: Nach nur wenigen Wochen (!) kann man durch Nachfrage rausbekommen, dass da nix mehr draus wird.

Alternative ist für mich das Rollenpapier Epson S041377, 210mmx10m 255 g/m, glänzend. Über Preis-Suchmaschinen schließlich bei computeruniverse.net gekauft, inkl. Versand für rund 48 Euro. Das gäbe knapp berechnet immerhin rund 20 der großen Abzüge, wahrscheinlich werdens nur 19. Und weil mein Epsondrucker eigentlich kein Rollenpapier verarbeitet schneide ich die Bögen von Hand ab.

Die Rahmen und Passepartouts muss man sich speziell anfertigen lassen. Seine Vergrößerungen kann man nun bequem selbst machen, wenn man mal Zeit hat dafür und muss nicht lange warten, um das Ergebnis zu sehen. Wer Lust hat und ein gutes Händchen dafür, der kann seine Fotos etwas “aufhübschen” oder verbessern. Gute Photoshop-Kenntnisse sind ratsam. Außer den grundlegenden Dingen mache ich nix an meinen Bildern. Vielleicht bietet es sich mal an, die Bildunterschrift quasi ins Bild reinzuschreiben.

Ausprobieren möchte ich demnächst den Service von posterxxl.com, wo man offensichtlich ganz moderate Preise hat. Und die Lieferzeiten scheinen auch ok zu sein.

Ich liebe Baywatch

Mittwoch, den 26. Oktober 2005

Baywatch für Mac OS-XJawoll! Natürlich nicht den Kram mit Pamela Anderson. Baywatch ist ein kleines, kostenloses Programm für Mac OS-X das nicht den Strand, sondern Ebay beobachtet.

Hat man dort einen Artikel aufgerufen und öffnet Baywatch, dann wird in Apples iCal automatisch das Auktionsende eingetragen, bzw. ein frei wählbarer Zeitpunkt davor (Voreinstellung 10 Minuten). Dort öffnet dann iCal seinen Alarm und weist einen auf das Auktionsende hin. Nett. Braucht OS-X 10.3 und iCal und sollte mit den meisten Browsern funktioieren. Und man sollte natürlich dann auch vor dem Rechner sitzen, sonst wirds nix. Immerhin erhält man dann danach beim nächsten Start noch einen Hinweis auf die abgelaufene Auktion.

Panorama-Negative selbst verarbeiten: Scan und Kontaktabzug

Mittwoch, den 26. Oktober 2005

Pano-Negative scannen

Nachdem ich mir den Epson Perfection 3490 Photo in erster Linie gekauft hatte um meine Panorama-Negative einzuscannen und kaum irgendwo Angaben im Netz gefunden hatte, hier nun mein Erfahrungsbericht mit einigen Tipps (möge es nützen).

Zum Scanner mit Durchlichteinheit gehört ein etwas zerbrechlich wirkender Rahmen, in den Dias oder Negative eingelegt werden können. Mit der Schichtseite nach unten, aber das merkt man ja spätestens in der Vorschau. Ich habe anfangs versucht das Teil anstelle des abgenommenen weißen Hintergrundes in den Deckel einzubauen, ist aber müßig: Man muss es nur aufs Glas legen, es gibt Markierungen und Vertiefungen dafür, idiotensicher (ähem).

Sinnvoll ist es, nicht aus Photoshop zu scannen sondern zunächst nur die mitgelieferte Software Epson-Scan zu öffnen. Als nächstes sollte man in den Profi-Modus wechseln und dort kann man dann die Feinheiten einstellen. Im unteren Teil wähle ich nur automatische Belichtung, alles andere wähle ich ab, spart Zeit. Auch die Vorschau muss man anpassen, sonst versucht das Programm die Negative mit den 24 x 66 mm großen Bildern als KB-Negative 24 x 36 mm abzulichten.

Ich habe die neuen Filme jetzt so geschnitten, dass immer nur noch zwei Bilder auf einem Streifen sind, das kann auch beim Scannen erfasst werden, mehr geht nicht auf einmal. Um zügig arbeiten zu können empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Einmal eine Vorschau scannen und das Scan-Feld so anpassen, dass beide Negative erfasst werden.
  • Danach diese zwei Bilder als ein Bild scannen, mit dem schwarzen Balken dazwischen. 300 dpi reichen für eine Art “Kontaktabzug”. Die Scans werden in diesem Modus immer an der gleichen Stelle fortlaufend nummeriert abgelegt.
  • Negativ-Streifen rausziehen und den nächsten wieder an der gleichen Stelle bis zum Anschlag reinschieben, dann ohne Vorschau einfach wieder scannen. 10 Mal, dann müsste der Film fertig sein.
  • Dann erst Photoshop öffnen und das erste Doppel-Bild öffnen.
  • Jetzt die Aufzeichnung für die Stapelverarbeitung starten: 90 Grad drehen, ringsherum den schwarzen Rand abschneiden, Größe 18 cm und Auflösung runterrechnen, 200 dpi reichen. Den schwarzem Balken evt. ausschneiden / weiß füllen, unscharf maskieren, abspeichern. Aufzeichnung beenden.
  • Alle anderen Bilder kann man jetzt mit der Stapelverarbeitung durchlaufen lassen, erledigt sich von alleine.

Danach hat man etwa 10 Doppelbilder: Jeweils zwei Panorama-Bilder nebeneinander auf einem Scan, zusammen 18 cm breit. Wenn man die untereinander anordnet und ausdruckt hat man einen Kontaktabzug zur Beurteilung der Aufnahmen. Dauert vielleicht auch ein halbes Stündchen pro Film, aber Fortbringen und Versenden (und auf die Rückkehr warten) geht länger.

Meine Erfahrungen mit den “großen Scans” und den Ausdrucken folgen in Kürze.


Eine Seite von Joachim Ott