
Was uns am Meer immer fasziniert sind die Wellen. Mittelmeer oder Buchten erscheinen uns meistens eher langweilig, bestenfalls pittoresk. Wir wollen Wellen und baden – auch wenn man bei heftigerem Seegang etwas Meerwasser schluckt.

Die Lifeguards, die an allen regulären Badestränden während der Saison da sind, geben Sicherheit. In diesem Jahr haben wir mehrmals erlebt, dass die Guards den ganzen Badebetrieb abbrachen und auch die weiter draußen schwimmenden Leute hereinholten und dann die markierte Badezone um ein paar hundert Meter am Strand verschoben. Wegen gefährlicher Strömungen.
Wir haben nie erlebt, dass ein “Ernstfall” eingetreten wäre. Surfer mit großen Brettern werden prinzipiell in Ruhe gelassen, höchstens mal etwas von den Badenden weggeschickt. Surfer mit Bodyboards finden bei heftigerem Seegang manchmal nur Gnade, wenn sie Flossen haben, weil sie dann auch gegen Strömungen ankommen. Der Haken an den Flossen: Man braucht Sicherungsleinen, weil einem die Dinger in einer Welle schon mal abgerissen werden.

Den Surfern zuzuschauen ist immer das besondere Vergnügen. In diesem Jahr fuhren wir zu den Weltmeisterschaften im wenige Kilometer entfernten Hossegor und sahen dort den Profis zu. Man muss auch neidlos anerkennen, dass Hossegor wohl die bessere Location ist für Surfer – auch wenn Küste und Hinterland dort nicht so reizvoll sind.