Monatsarchiv für Juni 2005

Bambusgarten

Freitag, den 10. Juni 2005

Bambusstangen

Einer der Höhepunkte in unserem Cevennen-Urlaub war der Besuch in einem gigantischen Bambusgarten (la Mambouseraie in Anduze). Schon bei früheren Besuchen in dieser Region Frankreichs hatte mich das gelockt, jetzt lag er direkt vor unserer Haustür. Hier finden sich nicht nur unzählige Bambusarten, die allesamt erläutert werden.

Es ist darüberhinaus auch sehr schöner Park und natürlich ist auch ein Bambusverkauf dabei. Auf unserem Campingplatz entdeckten wir, dass sich einige Optimisten mehr als 4 Meter lange Bambuspflanzen gekauft hatten, die sie in ihrem VW-Bus nach Hause transportieren wollten.

Alles in allem war ich nach dem Besuch trotzdem etwas ernüchtert. Denn so faszinierend diese Pflanzen auch sind, der Bambuswald an sich ist eher dröge: Wenig frisches Grün auf Augenhöhe, man sieht eher nur den Stangenwald. Wird also bei uns wohl keinen Stammplatz bekommen…

Parkanlage der Bambouseraie

Englischer Garten in Markgräflerland

Mittwoch, den 8. Juni 2005

Landhaus Ettenbühl

Eine Neuentdeckung für uns: Das Landhaus Ettenbühl im Markgräflerland dürfte eine der schönsten Anlaufstellen sein für die Fans englischer Gärten. Nachdem wir schon viel Gutes darüber gehört hatten, waren wir am vergangenen Wochenende zum Rosenfest dort. Abgesehen davon, dass außerordentlich viele Besucher da waren, war es sehr schön.

Es ist offensichtlich keim Geheimtipp mehr, auch viele elsässer und Schweizer waren angereist. Aber an einem Wochentag mal für einen Besuch im Garten vorbeischauen, anschließend Picknick oder im Restaurant einkehren – ideal. Nicht weitersagen!

Nicht nur Rosen

Cevennen-Urlaub (3)

Dienstag, den 7. Juni 2005

Mohnfelder in der Provence

Ebenso wie etwas später die blühenden Lavendelfelder sind die Mohnfelder in der Provence der absolute Hingucker. Nur: Was macht man damit? Oder sind die nur wegen der Touristen angepflanzt worden?

Unsere zweite und letzte, etwas längere Kanutour ging durch die Schluchten der Cèze (die erste durch die Schluchten des l’Herault). Für uns ungeübte Paddler schon etwas lang, außerdem war es trotz der steilen Schluchten oft sehr sonnig. Die Boote vom Typ Badewanne “Unsinkbar” sind zwar nicht die elegantesten und sportlichsten, aber für Anfänger das sicherste Transportmittel. Und immerhin waren wir schon so geübt, dass wir uns über jede Stromschnelle freuten.

Kanufahrt in den Cevennen

Cevennen-Urlaub (2)

Montag, den 6. Juni 2005

Pont du Gard

Der Pont du Gard nahe Avignon war für uns sozusagen das Tor zu den Cevennen. Von hier gings auch zu einer kurzen Stippvisite in die Provence. Das Bauwerk wurde ohne großen Rummel erschlossen, man muss keine Führungen machen und braucht auch keinen Audioguide, weil die meisten Führer darüber seitenlang berichten.

Die Provence, die wir dann besuchten, ist auch sehr reizvoll, aber wir hatten hier nie Glück, sie ist nicht für unsere Art Reise- und Campingurlaub geeignet. Wenn wie wiederkommen, dann sicher in ein Ferienhäuschen in der Nebensaison. Ich zumindest verstehe, warum das ganze Jahr über hier die eher älteren Gäste sind, die in Hotels oder eigenen kleinen Häuschen leben und sich in den netten Restaurants verpflegen. Ist zumindest jetzt nicht unsere Preisklasse.

In unserem Englandurlaub vergangenen Jahr nahmen sich einige britische Zeitungs- und Zeitschriftenartikel auch der zahlreichen Engländer an, die sich hier billig eingekauft haben und fürs Weekend oder die Ferien rüberkommen.

Provence-Dorf am Abend

Cevennen-Urlaub (1)

Sonntag, den 5. Juni 2005

Cevennen-Hochstraße

Kurzer Rückblick auf unseren Cevennen-Urlaub. Obwohl man darüber fast klein Wort verlieren dürfte. Nebenan in der Provence boomt der Tourismus, die landschaftlich genauso attraktiven Cevennen sind dagegen halbwegs normal geblieben – zumindest ist das in der Nebensaison so, die es in der Provence ja wohl gar nicht mehr gibt.

Eine Höhenstraße (Corniche) ähnlich der deutschen Schwarzwald-Hochstraße erschließt die schönsten Gebirgszüge und verbindet die reizvollen Schluchten des Tarn (durch die ich auch noachmal paddeln möchte) und der Jonte, wo es noch Geier geben soll. Die Gorges du Tarn sind tief eingeschnitten und auch im heißen Sommer noch ein kühler Zufluchtsort.

La Malène


Eine Seite von Joachim Ott