Monatsarchiv für Mai 2005

Photofriday: Symbol

Dienstag, den 31. Mai 2005

Symbol aus dem Frankreichurlaub

Gesehen in Frankreich, Dorf in der Provence. Dort ist fast alles ein Symbol…

Rita Mae Brown: Die Katze im Sack

Dienstag, den 24. Mai 2005
Rita Mae Brown: Die Katze im Sack

Unser Familienklassiker: Zuerst verschlang meine Frau alle Bücher der Amerikanerin. Dann habe ich angefangen die Katzenkrimis in Crozet / Virginia zu lesen und heute wartet auch unsere Tochter ungeduldig auf jeden neuen Krimi mit der samtpfötigen Detektivin Mrs. Murpy.

Ja, den Fall lösen – wie alle vorigen auch – die Tiere der Posthalterin von Crozet, Mary Minor Harristeen, genannt Harry. (In diesem Buch geht übrigens eine Epoche zu Ende: Die Karriere als Posthalterin scheint beendet, die Verbindung zum Ex-Ehemann scheint dagegen aufzublühen).

Auch in diesem Krimi von Brown schnuppert man wieder amerikanisches Kleinstadt-Flair. Ein Pferdezüchter wurde ermordet. Die Spuren deuten auf das Verschwinden einer jungen Frau vor vielen Jahren. Dann kommt heraus, dass der Ermordete an Tollwur erkrankt war, und auch das zweite Opfer war infiziert.

Nach etlichen Bänden hat man sich in die familiäre Atmosphäre schon eingewöhnt: Das Poststellen-Team bestehend aus Harry und ihrer Freundin, einer älteren Dame, die Honoratioren der Stadt, alte Sitten und Bräuche, Feste und Fuchsjagden – alles ist nach einiger Zeit wohl bekannt. Die Gefahr ist die gleiche wie bei allen “Serienhelden”, die in mehreren Krimibänden überleben: Verhalten und liebe Gewohnheiten rutschen leicht in Klischees ab.

Andererseits entwickelt sich das Ganze immer weiter, und wer einen der Katzen-Krimis mag, der mag in der Regel auch die folgenden. Und muss jeden gelesen haben, um nix zu verpassen. Immerhin deuten sich ja größere Veränderungen an…

Fähren

Freitag, den 20. Mai 2005

Fähre auf dem Bodensee

Von jedem Urlaub bringe ich Bilder von Fähren mit (naja, wenns dort Wasser und Fähren gibt). Vor allem in Skandinavien und England fand ich diese Verkehrsmittel faszinierend. und wenn ich eine Fähre auf das Alpenpanorama am anderen Bodensee-Ufer zufahren sehe, geht mir imme rnoch das Herz auf. Passenderweise gehören Fähre und schöne Landschaft und Urlaub für mich immer zusammen.

Cafe Seeblick

Mittwoch, den 18. Mai 2005

Cafe am Bodenseeufer

Am schönsten ist der Bodensee im warmen Frühjahr, bevor die Heerscharen von Radlern und Touristen über den See hereinbrechen. Und wenn die Berge am anderen Seeufer noch weiße Spitzen tragen.

Martin Cruz Smith: Treue Genossen

Dienstag, den 17. Mai 2005
Martin Cruz Smith: Treue Genossen

Ich geb es ja zu: Ich habe mit den ausländischen Autoren manchmal meine Probleme. Dass in norwegischen oder isländischen Krimis die Hauptdarsteller sonderbare Namen haben, damit kam ich noch zu Recht. Mit manch anderen Zungenbrechern kam ich – auch wenn ich die Namen beim Lesen natürlich nicht ausspreche – nicht so gut zu Recht.

Martin Cruz Smith macht es mir da etwas einfacher. Sein Held heißt Arkadi Renk, das kommt sogar mir locker über die Lippen. Und der Russland-Krimi des amerikanischen Autors spielt auch nicht nur und ausschließlich in der russischen Tristesse eines wirtschaftlich darbenden Landes mit melanchloischen Menschen. Es geht um den scheinbaren Selbstmord eines reichen Russen. Gesellschaftsleben und Wirtschaftsbeziehungen sind international, der Aufwand sich in fremde Welten einzudenken bleibt überschaubar.

Die Geschichte selbst ist spannend und führt von den neureichen Russen der heutigen Oberschicht in Moskau bis nach Tschernobyl. Arkadi Renko bleibt bei allen Schrullen ein sympathischer Polizist. Die Handlung spielt nicht nur im modernen Kapitalismus des Landes, sie streift auch die sowjetische Vergangenheit und skandalöse Umweltsünden.

Wer wie ich am liebsten moderne Geschichten mag, die in ähnlichen oder verwandten Kulturkreisen spielen, der kommt auch mit diesem Russenkrimi eines Amerikaners gut zurecht. Die spannende Schreibe zieht einen sofort in eine Geschichte mit vielen aktuellen Bezügen.


Eine Seite von Joachim Ott