Photofriday: Fancy
Freitag, den 29. April 2005
War mir mal wieder nicht sicher, welche Facetten der englische Begriff noch hat. Aber jetzt halt ich mich halt an das Online-Dictionary: nobel, schick aussgefallen.

War mir mal wieder nicht sicher, welche Facetten der englische Begriff noch hat. Aber jetzt halt ich mich halt an das Online-Dictionary: nobel, schick aussgefallen.
… gutes Essen. Nein, kein Witz, die Briten haben einen Faible für good food. So heißt zum Beispiel auch die meiner Meinung nach beste Zeitschrift zum Thema Essen und Trinken, herausgegeben von BBC.
In deren Newsletter konnte man jetzt auch erfahren, was die Briten am meisten mögen. Auf Platz 1: Erdbeeren mit Sahne, very british. Auf Platz zwei dann schon, was restlos alle glücklich macht: Schokolade, gefolgt von Spargel. Wer die Briten immer noch für niveaulose Allesesser hält, hat etwas verpennt. Das Land, in dem Jamie Oliver Kochsendungen quasi neu erfunden hat, hat mehr zu bieten als Fish und Chips.
Nachdem ich an dieser Stelle schon den Panaorama-Bilderdienst von Noblex gelobt habe, muss ich nun auch mal etwas Ernüchterndes berichten. Nach diversen Preiserhöhungen belief sich meine jüngste Rechnung für drei Bilder im 50er-Format auf runde 45 Euro.
Nun muss ich nicht immer die billigste Lösung haben und schon gar nicht will ich alles selber machen. Aber bei gesunkenen Scannerpreisen ist dies wohl der Zeitpunkt für eine Investition. Dann werde ich meine Panorama-Negative selbst scannen und auf Spezialpapier ausdrucken. Damit entfiele auch die bis zu 2wöchige Wartezeit.

Knapp verpasst: Die Kirschblüte am Kaiserstuhl ist fast vorbei, bis ich mich mal für einen Kurztrip vom Schreibtisch lösen kann. Die relativ kühle Witterung lockte auch wenig. Am Wochenende, bei unserer Konfirmation, sollen es dagegen rund 26 Grad werden.
Nach Misterioso, Böses Blut und Falsche Opfer erreicht Arne Dahls “Tiefer Schmerz” das Stadium, in dem sich viele Leser bereits auf das eingespielte Team freuen und einige Dinge Kultstatuts bei den Fans erreichen. Auch wer kein ausgesprochener Liebhaber skandinavischer Krimis ist, die manchmal etwas schwer und düster daherkommen, wird von Dahls Büchern gefesselt sein.
Auch “Tiefer Schmerz” ist wieder an der grenze zwischen Krimi und Thriller, spannungsgeladen, eine Portion Action ist auch dabei. Das Tempo ist flotter als bei vielen seiner Kollegen aus dem Norden (Mankell: “Draußen regnete es. Es war 14.37 Uhr….). Die Männer und Frauen der Spezialeinheit haben ihre teils skurilen Eigenarten, ohne die moderne Krimis nicht mehr auskommen – vorbei die Zeit der reinen Helden. Aber Dahl bleibt halbwegs glaubwürdig.
Zur Handlung: Die Stockholmer Polizisten Paul Hjelm und Kerstin Holm ermitteln in einer Serie von brutalen, zunächst unzusammenhanglosen Morden. Zwar wird die Reizschwelle für solche Grausamkeiten immer höher, bei Dahl finde ich aber die Schilderungen erträglich und sie bleiben kompakt.
Ein Zuhälter wird im Stockholmer Zoo in den Tod getrieben und Vielfraßen vorgeworfen. Ein neunzigjähriger Gehirnforscher wird auf einem Friedhof erhängt. Und schließlich gibt es noch einen Kleinkriminellen, der von einer jungen Frau zusammengeschlagen und vor einen Zug geworfen wird. Allmählich verknüpfen sich die losen Enden,die Vergangenheit wird lebendig. Einmal mehr wird die deutsche Geschichte bemüht, aber auch hier gilt: Es bleibt halbwegs realistisch – wie zumindest ich mir das auch für fiktive Geschichten wünsche.
Dahls vierter Krimi ist – wie die ersten drei – eine Kaufempfehlung.
Eine Seite von Joachim Ott