Kommunikation

25. März 2004

Manchmal lese ich Sachen in der Zeitung, die muss ich mir erst in eigenen Worten laut vorsagen, damit ich sie begreife. Aber dann klingen sie seltsamerweise ganz anders.

Wenn ich das heute morgen beim Zeitung lesen richtig verstanden habe, dann hat unser Wirtschaftsminister (der baden-württembergische) ein Marktforschungsinstitut mit einer “Marktanalyse für Wertstoffe in Ägypten” beauftragt. Klingt spannend und ich denke an die vielen ehemaligen Geografie-Studentenkollegen, die sich darüber richtig freuen. Auch die Vernetzung kamerunischer Bergvölker oder e-commerce auf den Faröern wären tolle Themen.

Leider leider war die Sache in Ägypten nicht machbar. Wofür die 10.000 Mark dann verbraten wurden habe ich nicht verstanden. Aber dass das gleiche Institut – natürlich vollkommen unabhängig – dann kostenlos erforscht hat wie die Wirtschaftspolitik des Ministers ankommt, das erschien mir logisch.

Glückselige Branche, in der man die Kohle so nachgeschmissen bekommt. So viel Gutes formt edle Charaktere: Das Üblichste auf der Welt sei es, so ein Zitat im Artikel, dass man auf eigene Kosten demoskopische Stichproben erhebe und mit Behörden zusammenarbeite, ohne dass diesen Kosten entstünden.

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Eine Seite von Joachim Ott