Pinterest – Nische im Sozialen Netz?

Pinterest, eins der kleineren Sozialen Netzwerke, ist für manche Themen und Arbeitsweisen besonders gut geeignet.

Pinterest, eins der kleineren Sozialen Netzwerke, ist für manche Themen besonders gut geeignet.

Wenn von Sozialen Medien die Rede ist, ist das für viele Leute gleichbedeutend mit Facebook. Vielleicht auch noch mit Twitter. Aber danach kommt lange Zeit nichts. Dies hat seinen Grund nicht nur in der Reichweite des ältesten und verbreitetsten Netzwerks. Die Kombination aus Links und Artikeln mit und ohne Bild ist vielen Menschen offensichtlich sympathischer als vorwiegend Text (wie das lange Zeit bei Twitter die Regel war) und Bilder-Diensten wie Instagram oder Pinterest.

Im Vergleich zu Facebook (1,6 Milliarden) und Twitter (300 Millionen) hat Pinterest (100 Millionen) eine relativ geringe Reichweite. Aber als Soziales Netzwerk funktioniert es für manche Bereiche ganz ausgezeichnet. Und letztlich entscheidet in jedem Netzwerk, welche Verbindungen man knüpft, mit welchen Themen. Da sind 100 Gleichgesinnte in einem Netzwerk vielleicht besser als 100 zufällige Kontakte in einem anderen. Wer also soll sich bei Pinterest engagieren? Und wieviel Zeit und Arbeit soll man reinstecken?

Pinterest – Favorit von Frauen und Kreativen?

Gleich vorneweg: Die Zahlen zu allen Netzwerken unterscheiden sich je nach Quelle. Was annähernd gleich bleibt sind die Größenordnungen und einige andere nutzbezogene Aussagen.

Pinterest ist unstrittig das Netzwerk, bei dem neben Instagram die Bilder die größte Rolle spielen. Text ist dennoch mehr als nur Beiwerk. Schließlich geht es in den Pins um Links zur eigenen oder zu anderen Websites. Und natürlich spielen auch Aspekte für Suchmaschinen eine wichtige Rolle.

Die Bilderlastigkeit befördert denn auch Themen, die sich gut mit schicken Fotos, vielleicht auch mit Grafiken und Infografiken darstellen lassen. Architektur und Design, Kochen, Mode und Reisen sind hier bestens vertreten. Und die Statistiken weisen aus, dass der Frauenantiel bei Pinterest höher ist, als in anderen Netzwerken.

Vertikale Bilder

Am störendsten ist für all diejenigen, die schon eine Routine fürs Posten in den Sozialen Netzwerken entwickelt haben, das Bildmaß. Als ideale Bildgröße wird ein Hochformat von 735 mal 1102 Pixel angegeben. Blöd. Für die meisten anderen Netzwerke reicht es als unperfekte Lösung, Querformate mit 1000 Pixel Kantenlänge zu haben. Abgesehen davon stimmt natürlich der Bildausschnitt nie.

Hinzu kommt, dass offensichtlich Bilder am ehesten Besucher zu einem Klick verleiten, die über dem Bild einen (manchmal recht aufdringlichen) Text zeigen. Die Schlagzeilen-Größe verdeckt viel vom eigentlichen Bildmotiv. Als dominant empfinde ich die Pins, bei denen Bilder, Schriftarten und Grafiken mit Websites wie Canva zusammengestellt wurden.

SEO für Pins

Auch die Aspekte der Suchmaschinen-Optimierung spielen eine Rolle. Und das heißt wieder ganz banal: Wenn Sie ein Rezept für Schoko-Muffins mit einem Pin verlinken wollen, dann sollte der Text „Schoko-Muffins” enthalten, der Link und der Bildname auch. Während sich das in anderen Netzwerken weitgehend durchgesetzt hat, sind die Pinterest-Nutzer dem Anschein nach eher weniger konsequent in SEO-Dingen.

Erfolgreiche Pinterest-Nutzer können dagegen berichten, dass ihnen Google Analytics einen steten Besucherstrom von ihren Pin-Boards ausweist.

Frequenz und Zeiten

Wer schon bei den „Schlagzahlen” von Twitter ins Schnaufen kommt, der muss sich für eine gute Präsenz auf Pinterest nochmals wärmer anziehen: Empfohlen werden 5 bis 30 Pins pro Tag. Das ist eine ganz schöne Menge. Und wenn man bedenkt, dass vor allem gute Fotos mit Texten im Bild gut funktionieren, steckt da viel Arbeit drin.

Schaut man sich erfolgreiche Pniterest-Nutzer an, hat man schon den Eindruck, dass es die schiere Masse macht. Mehrere Dutzend Boards mit insgesamt Zig-Tausend Pins sind keine Seltenheit.

Experten raten, nur einen kleinen Teil der Pins eigenen Themen zu widmen: Externe Links machen die Boards bunter und attraktiver für die Besucher. Die erwarten von den Pinterest-Boards Abwechslung und Expertise in ihrem Themenbereich. Das bedeutet aber auch, dass man mehr Leute zu anderen Websites schickt, als zur eigenen.

Auch die Zeiten, zu denen am meisten gepostet und gelesen wird, fallen etwas aus dem Rahmen: Nachmittags und abends herrscht hier der größte „Verkehr” und an Samstagen. Natürlich lassen sich auch Pins durch Plattformen wie Buffer vorausplanen (aber erst mit einem kostenpflichtigen Plan. Wiees bei anderen Anbeitern aussieht, habe ich jetzt nicht recherchiert.) Wer vor allem tagsüber unter der Woche am Rechner sitzt und postet, der kann leichter auf das Geschehen reagieren und ist am Wochenende aber auch eher „abgehängt” vom Geschehen.

Fazit

Mein Ratschlag ist, dass sich jeder die Plattform sucht, die ihm am sympathischsten ist – ohne auf Zahlen und Statistiken zu schielen. Wer Spass daran hat, Pins zu sammeln, zu gestalten, zu sortieren, der wird sich hier wohl fühlen. Wem es nichts ausmacht, Fotos etwas länger mit Photoshop aufzuhübschen und zu betexten oder mit Canva an der richtigen Gestaltung zu pfrimeln, der wird sich hier wohl fühlen. Und schließlich sind Design, Mode und Kochen hier bestens vertreten. Wer in diesem Bereich unterwegs ist, der findet hier sicher auch mehr Anregungen als auf vielen anderen Plattformen.

Und wie bei allen Sozialen Netzwerken gilt: Ein kleiner Kreis engagierter Leute ist für viele Themenbereiche besser als die schiere Masse von Followern. Wer also bei Facebook zum Beispiel nicht die richtigen Leute findet und bei Pinterest auf Anhieb guten Kontakt hat, kann seine Zeit künftig besser hier investieren.

Mich hält von einem stärkeren Engagement bei Pinterest die hohe Posting-Frequenz ab und die Tatsache, das „nackte” Fotos (ohne Texte), wie ich sie auf meinen Websites und auch bei Facebook, Twitter und vor allem Instagram verwende, nicht so gut ankommen wie Text-Bilder.

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Selfie 2.0 – WLAN statt ausgestreckter Arm

Selfie, wie es sein soll: schönes Licht, wenig Tiefenschärfe, Kamera gerade.

Selfie, wie es sein soll: schönes Licht, wenig Tiefenschärfe, Kamera gerade.

Ein Selfie, das war mal sehr angesagt: Arm ausstrecken, lächeln, auslösen. Wenn Sie heute Fotos von sich außerhalb der Sozialen Medien brauchen, überlegen sie besser zweimal, ob diese Variante genügt. Denn zu den Schwächen der Selfies (Ausschnitt, Tiefenschärfe) kommen andere Nachteile.

Aber die Freund-als-Fotograf-Lösung hat auch ihre Haken. Wie immer ist das Wetter draußen gerade mies, der Fotograf in ihrem Freundeskreis hat keine Zeit. Und Sie keine Ideen. Es geht auch ohne den ausgetreckten Arm und Handy-Foto. Zumindest, wenn Sie ein neueres Kameramodell auftreiben können. Das bißchen Aufwand für bessere Selfies lohnt, auch und erst recht für die eigene Website.

Testlauf: Kamera schräg, das verräterische Handy für die Fernsteuerung im Bild.

Testlauf: Kamera schräg, das verräterische Handy für die Fernsteuerung im Bild.

Selfie 2.0 mit Fernsteuerung

Wenn Ihre Kamera WLAN unterstützt oder sich fernsteuern lässt, dann können Sie selbst zur Tat schreiten. Ideal ist es, wenn Sie entweder eine WLAN-App für Ihre Kamera haben, mit der Sie das Bild kontrollieren können. Oder wenn Ihre Kamera einen ausklappbaren Monitor hat, auf dem Sie sich sehen. Über die Technik für die Selfies (WLAN, Bluetooth, Kabelauslöser etc.) schreibe ich jetzt mal nichts, das würde den Rahmen sprengen. Und für die Aufnahmetechnik sollten Ihnen diese paar Regeln helfen:

  1. Möglichst offene Blende, damit der Hintergrund unscharf ist.
  2. Abstand zum Hintergrund, damit der Hintergrund unscharf ist.
  3. Kein Weitwinkel! Entweder Normal-Brennweite oder geringfügige Tele-Wirkung.
  4. Kein Blitz und keine direkte Sonne. Keine Schlagschatten.

Die Version mit Selbstauslöser ist ziemlich nervig und eignet sich ohne eine direkte Kontrolle der Bilddarstellung meiner Ansicht nach eher nicht. Zumal bei rund 50 bis 100 Bilder pro Session ganz schön viel Wartezeit fürs Auslösen zusammenkommt.

Vorteile der Selfies

Das Foto von sich selbst zu machen ist mehr als eine Notlösung und hat nicht etwa nur Nachteile.

  1. Sie haben selbst die volle Kontrolle über das Geschehen und das fertige Bild.
  2. Sie können so lange daran herumpfrimeln, wie Sie wollen.
  3. Sie können Posten und Mimik variieren, wie Sie es vielleicht noch nie getan haben. Ohne Scheu und ohne fürchten zu müssen, dass Sie jemand schief anschaut.

Planung ist alles

Wer jetzt loszieht mit seiner Kamera oder sich im Flur platziert, der muss schon bald wieder zurück auf Anfang. Bevor Sie starten sollten Sie sich ein paar Gedanken machen und vielleicht auch ein paar Utensilien bereit stellen. Zum Fotografieren brauchen Sie nur noch ein kleines Stativ, wenn Sie die Kamera nicht gerade auf ein Mäuerchen oder aufs Autodach legen können.

Posen

Wenn Sie nicht gerade selbst jeden Tag andere Leute vor der Linse haben, beschäftigen Sie sich mit der Frage von Posen. Das tun nicht nur die Bodybuilder beim Wettbewerb. Das macht im Gegenteil jeder, der vor der Kamera gut aussehen will. Wenn Sie nicht auf Anhieb mindestens drei Posen finden, die Sie ausprobieren wollen, recherchieren Sie das Thema im Netz und holen Sie sich Anregungen.

Utensilien

Sie sind gut aussehend und finden sich unwiderstehlich? Prima. Dann lichten Sie sich in allen Variationen und Posen ab. Aber die Gefahr besteht, dass Sie die Bilder hinterher doch langweilig finden. Ein Hemd / Pullover zum Wechseln wäre nicht schlecht und sorgt für Abwechslung. Und je nach Verwendungszweck ist es ganz aufschlussreich, wenn Sie etwas tun (was Sie ebven typischerweise tun). Oder wenn Sie etwas in der Hand haben, was zu Ihnen passt. Oder wenn Sie in einer Umgebung sind, die zu Ihnen und dem Verwendungszweck der Bilder passt. Wenn Sie sich als Bergführer anbieten wollen, fotografieren Sie sich nicht mit Handy am Computer.

Die Umgebung

Das ist für manche Menschen eines der größten Probleme. Ich habe nur mein Büro. Das Wohnzimmer ist nicht aufgeräumt. Unser Garten gibt nichts her.

Mag ja sein, aber wenn Sie mit offenen Augen einen 1-Kilometer-Radius Ihres Aufenthaltsortes durchgehen, sollten Sie etwas finden, das sich universell verwenden lässt. Zum Beispiel eine architektonisch schöne Fassade, einen modernen oder antiquierten Eingang, eine Hauswand, Bretterwand etc. Vielleicht kreuzen Sie da besser nicht gerade auf, wenn sehr viel los ist. Dann haben Sie nämlich gute Chancen, dass sich niemand drum schert, wenn Sie ein kleines Stativ aufbauen und Ihr Handy zücken.

Wenn Ihnen die Glaswand im Inneren eines Einkaufszentrums oder einer Behörde gut gefällt: Versuchen Sie es dort. Es kann nicht viel passieren, außer dass man Sie freundlich weiter schickt.

Am besten kennen Sie sich natürlich zuhause aus. Wann fällt kein direktes Sonnenlicht durchs Fenster, wann habe ich hier für eine Stunde meine Ruhe. Von der Stehlampe bis zu Wechselklamotten ist alles greifbar. Versuch und Irrtum ist eine gute Methode. Mit den ersten Bildern merken Sie schon, ob das wirkt oder nicht. Und scheuen Sie sich nicht, mal einen Tisch wegzurücken, störende Utensilien wegzustellen oder auch einfach mal ein Kabel abzuziehen, durchs Bild läuft.

Der Charme dieser Methode liegt auch darin, dass Sie das beliebig oft wiederholen können. Und wahrscheinlich sollten Sie es auch ein paar Mal – mit zeitlichem Abstand – probieren. Im Nachhinein kommen einem viele gute Ideen, was man besser machen könnte. Auch sieht man die Fotos anderer Leute mit anderen Augen, wenn man sich selbst an solchen Aufgaben versucht hat.

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Tabletop-Fotos: senkrecht von oben

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Tabletop-Fotos sind eigentlich nur Aufnahmen von Dingen, die ähnlich einem Stilleben angeordnet werden. Auf einem Tisch eben. Aufnahmen aus einer senkrechten Perspektive erleben aber derzeit ein Hochkonkunktur: Nicht nur die klassischen Hipster-Fotos vom macBook mit einer Kaffeetasse und dem Handy im Café werden ganz offensichtlich gerne gesehen. Unter dem Begriff ‚Everyday Carry‘ hat sich ein Genre gebildet, das nach dem Motto ‚für alles gerüstet‘ all diejenigen Utensilien zeigt, mit denen der Besitzer sich dem Alltag in jeder Situation gewachsen fühlt. Und auch in der Küche haben vor allem Videos aus dieser senkrechten Perspektive, gerne als Zeitraffer, ihr Publikum.

Was muss ich machen, um das ohne allzu großen Aufwand und für wenig Geld ebenfalls umsetzen zu können. Diese einfache Anleitung soll weiter helfen.

Tabletop-Fotos aus der Senkrechten

Zunächst mal brauchts eigentlich: gar nix. Wenn ich ein solches Arrangement auf die Schnelle fotografieren möchte, lege ich vor die Balkontür (möglichst ohne direkten Sonneneinfall) eine weiße Plastikplatte auf den Boden. Die Gegenstände arrangieren, die etwas ungleichmäßige indirekte Beleuchtung eventuell mit einer weißen Platte aufhellen. Fertig.

Am schönsten sind die Aufnahmen schattenlos. Wer versucht, das mit Leuchten und Blitzen in den Griff zu bekommen, wird sich schwer tun. Die beschrieben Methode an einem Nordfenster sorgt für eher diffuses Licht. Ein Aufheller für die Schatten wirkt allemal dezenter als eine zweite Lichtquelle. Eine hohe Lichtempfindlichkeit macht das Tabletop-Bild noch etwas softer, senkt den Kontrast. Spätestens mit ein paar Korrekturen in Lightroom sollte das für den Alltag ausreichen.

Alltagsgebrauch heißt in diesem Fall, es werden Aufnahmen für das Blog benötigt, vielleicht ein Food-Blog. Oder man möchte etwas bei Ebay verkaufen und arrangiert die zusammengehörenden Gegenstände.

Wer öfters solche Aufnahmen braucht, der kann sich für wenig Geld dauerhaft auf diese Aufgabe einstellen. Die Profi-Lösung – schweres Stativ und ein massiver Ausleger-Arm für eine schwere DSLR –  wird sich in den allermeisten Fällen nicht lohnen.

Mikrofonständer

Mikrofonständer

Einfache Hilfsmittel

Für kleinere digitale Kompaktkameras wie meine Panasonic Lumix LX 100 reicht zum Beispiel ein billiger Mikrofonständer. Der übernimmt die Funktion von Stativ samt Ausleger. Statt dem leichten Mikrofon kann meine Konstruktion neben der Kamera auch einen Mini-Kugelkopf halten. Damit fällt die Ausrichtung der Kamera leichter. Noch sicherer und stabiler wirds mit der sehr viel leichteren GoPro-Kamera, die freilich weniger Einstell- und Kontrollmöglichkeiten bietet.

Drei wesentliche Zutaten

Mikrofonständer gibts zum Beispiel günstig beim Musik-Versender Thomann (dort ist meiner her) oder bei Amazon. Bei meinem Ausleger ist vorne eine 3/8″-Stativschraube, auf die der Mini-Stativkopf montiert werden kann. Auf dessen 1/4″-Schraube wider kommt die Kamera (oder die GoPro-Halterung).

Mini-Stativkopf

Mini-Stativkopf

Einen preiswerten Stativkopf gibts für weniger als 20 Euro – wenn man nicht schon ein kleines Stativ mit Mini-Kopf zuhause hat.

Die dritte Zutat schließlich macht das Arrangement erst komfortabel. Um  den Bildausschnitt festzulegen und die Kamera fernzusteuern empfiehlt sich die Fernbedienung über WLAN für die eigene Kamera. Neuere Kompaktkameras haben dieses Feature, meine Lumix LX 100 lässt sich bestens so bedienen. Auch für die GoPro gibts die passende App, die aber leider eine grlößere Verzögerung bei der Übertragung des Bildes hat. Da die Dinge auf dem Tisch nicht davon laufen, spielt das eine untergeordnete Rolle. Hier habe ich in in einem früheren Artikel Beispiele für die Fernsteuerung von Kameras aufgeführt. Die WLAN-Lösung ist wegen der Bildübertragung die beste Möglichkeit.

Schmankerl: Videos

Noch beeindruckender als Fotos aus dieser Perspektive sind offensichtlich Videos: Instagram und Facebook quellen förmlich über vor kurzen Zeitraffer-Videos aus der Senkrechten. Gezeigt wird jeder Handlungsablauf vom Zubereiten eines Gerichts bis zum Zusammenbau irgendwelcher Gerätschaften. Da bei dieser Perspektive nichts im Wege ist und der Zeitraffer auch komplexere Handlungen komprimiert, erfreuen sich die Mini-Videos größer Beliebtheit.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Zu beachten: Die Aufbauhöhe

Vergleich Arbeitshöhe - je nach Weitwinkel-Wirkung.

Vergleich Arbeitshöhe – je nach Weitwinkel-Wirkung.

Beachten sollte man schließlich noch, dass mit einem Weitwinkel-Objektiv der Aufnahme-Abstand verkürzt werden kann. Das Bild zeigt die Abstände einmal mit der Lumix und einmal mit der GoPro, die ja ein ziemlich extremes Weitwinkelobjektiv hat. Es gibt aber auch einen Nachteil der GoPro. Wegen der Weitwinkel-Verzerrung ist eine Nachbearbeitung für ansprechende Ergebnisse nötig. Aber die kann man mit dem mitgelieferten GoPro Sudio App schnell erledigen.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

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WordPress Themes: das richtige finden

Wordpress Themes. Über die Qual der Wahl, und wie man beides einschränkt.

WordPress Themes. Über die Qual der Wahl, und wie man beides einschränkt.

WordPress Themes können zur Plage werden. Wer WordPress für sich entdeckt ist zunächst einmal glücklich: Es ist ein gutes Redaktionssystem, das ständig weiterentwickelt wird. Es gibt jede Menge Plugins und Erweiterungen. und es gibt eine unüberschaubare große Vielfalt an WordPress Themes, das sind die speziellen Layoutpakete die es größtenteils kostenlos gibt oder für wenig Geld (so um die 50 Euro). Doch mit diesen Themes fängt das Dilemma schon an. Wer unter zigtausenden Layouts das passende finden möchte, der verzweifelt bald.

Ich stehe oft vor der Qual der Wahl, weil ich auf für andere Websites mit Redaktionssystem und evt. einem Shop aufsetze. Und ich habe für mich eine Lösung gefunden, die die Vielfalt etwas einschränkt, aber immer noch mehr als ausreichend viele Möglichkeiten offen lässt.

WordPress Themes aus der Datenbank

Die wohl größte Anzahl an WordPress Themes gibts bei WordPress selbst. Sie sind alle kostenlos, man kann auch nach bestimmten Kriterien suchen. Aber ich für meinen Teil komme mit der Auswahl trotzdem nur schwer voran. Die Ergebnisse kann man nicht auf der Website speichern.

Etwas komfortabler ist für mich die Plattform von Envato: Themeforest. Hier ist die Suche etwas komfortabler, die Themes kosten aber im Schnitt um die 50 Euro). Ich schränke das auf wenige Kriterien ein, zum Beispiel Blog / Magazine – responsive – minimal. Dieses Beispoiel ergibt aktuell noch 431 Treffer, die man sich auch nicht alle ansehen möchte. Wer zuviele Filter wählt grenzt viele interessante Themen aus, die sich vielleicht anpassen lassen. Die Auswahl lasse ich mir danach sortieren, was am meisten verkauft wird. Ich finde diese Schwarm-Lösungen, zum Beispiel auch mit Bewertungen, sehr hilfreich. Die Käufe sind quasi die Nagelprobe: gut finden kann man viel, kaufen tut man wahrscheinlich dasjenige, das man für das beste hält.

In dieser Auswahl findet man unter den ersten 20 oder 30 Treffern einige ansprechende. Das kann man jetzt erst mal sacken lassen. Oder man sieht sich noch auf themetix.com einige Beispiele im Einsatz an: Dort kann man gezielt nach aktiven Websites mit einem speziellen Theme suchen.

Auf die Großen vertrauen

Wer einigen großen Bloggern folgt (also erfolgreiche mit hohen Besucherzahlen) der stößt relativ oft auf das Genesis-Framework von Studiopress. Es sei leicht, schnell, gut anpassbar und hat auch sonst einige Vorteile. Man kann sich in das System gut einarbeiten, es gibt viele Erweiterungen und etliche Themes vom Anbieter selbst und auch aus anderen Quellen. Zum Beispiel gibts bei creativemarket.com/relativ viele Child-Themes, die auch recht günstig sind.

Das Genesis-Framework erwirbt man einmal und kann es beliebig oft nutzen. Die Child-Themes kauft man entweder bei Studiopress und kann sie dann ebenfalls unbegrenzt einsetzen. Bei anderen Quellen weiß ich nicht, ob das nicht auf eine Website begrenzt ist.

Das Baukasten-System

Einige Theme-Anbieter haben ein Geschäftsmodell, das auf Mitgliedschaften beruht. Man kauft nicht ein Theme, sonder kann durch die Mitgliedschaft alle Themes nutzen. Normalerweise lasse ich von dauerhaften Zahlungen möglichst die Finger. Aber das Divi-Theme mit dem Seiten Plugin Divi-Builder von elegantthemes.com erschien mir ganz verlockend. Also bin ich (vorerst mal) für ein Jahr dabei. Und die ersten Versuche sind sehr vielversprechend. Auf gruener-fahren.de zum Beispiel habe ich das Extra-Theme eingesetzt, um das Prinzip mit dem Seiten-Aufbau zu testen. (Und ich bin Affiliate der Website, würde also bei einem Kauf über diesen Link eine Provision erhalten. Der Vollständigkeit halber.) Die Themes kann man übrigens auch nach Ende der Mitgliedschaft nutzen. Man erhält dann aber keinen Support mehr und keine weiteren Downloadmöglichkeiten. Wer mit WordPress arbeitet weiß, dass die Lebenszeit der Webseiten begrenzt.

Das ist mein Überblick. Diese Eingrenzung hilft mir und verringert meine Such-Zeiten. Natürlich gibt es andere tolle Anbieter wie Elmastudio und noch viele andere mehr. Und natürlich schaue ich noch immer bei interessanten Seiten in den Quellcode, welches System und welches Layout dahintersteckt. Und es gibt zum Beispiel bei Dr. Web regelmäßig die 10 WordPress Themes des Monats. Aber wie gesagt: Mein Problem ist ja nicht zu wenig Auswahl, sondern zu viel.

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Online-Geschenke zur Kundenbindung?

Online-Geschenke sollten nützlich sein, witzig und gut aussehen. Im Idealfall.

Online-Geschenke sollten nützlich sein, witzig und gut aussehen. Im Idealfall.

Online-Geschenke sind die neuen Päckchen. Der gute alte Brauch, zu Weihnachten Geschenke zu machen ist ja etwas aufgeweicht in den Familien. Für den Geschäftsbereich trifft das überhaupt nicht zu. Ab Mitte November gibts Geschenke zuhauf: Preisnachlässe, Dreingaben, Black und andere Fridays. Das Email-Postfach quillt über vor Angeboten. Und beim Lesen merkt man meist, dass man all das gar nicht haben möchte.

Sinn dieser geschäftlichen Geschenke ist die Kundengewinnung oder Kundenbindung. Gut, wenn man jetzt einen Online-Shop hat, an den man die Gratis-Gaben (oder zumindest Rabatte) anbinden kann. All die Freiberufler, Dienstleister und diejenigen, deren Produkt man sich nicht zuhause ins Regal stellen kann, schauen in die Röhre. Oder gibt es auch für die Online-Geschenke, mit denen sie ihre Kunden beglücken können?

Online-Geschenke mit Phantasie

Klar ist ja schon einmal: Der Beschenkte kann kein Päckchen aufmachen. Es kann also „nur” darum gehen, jemandem eine Freude zu machen. Bestenfalls gibt man etwas weg, das einem anderen einen konkreten Nutzen bringt. Und ihn vielleicht an die gute Zusammenarbeit erinnert. Oder man findet zumindest etwas, das den anderen zum Lachen bringt. Und weil fast alle heute am oder mit einem Computer arbeiten, besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass die digitalen Präsente gut ankommen.

Digital, aber mit Schleife und ganz persönlich

Die Zahl der Beispiele ist unüberschaubar, die Form allerdings bleibt meistens gleich. Wenn man jemandem etwas digital übermitteln will, sind die Formen eingeschränkt. Es kommen PDFs in Frage, Bilder, Gutschein (sind etwas banal), E-Books. Und ja, es gehen auch Fotos und vielleicht auch Videos. Im weitesten Sinne ist zum Beispiel auch die aktuelle Weihnachts-Werbung vieler Firmen ein solches Weihnachtsgeschenk. Der Aufruf, Zeit zu schenken oder ein Frankenstein-Video von Apple, das Menschen rührt und zum Schmunzeln bringt.

Was soll das Online-Geschenk erreichen

Mal abgesehen von dem netten Nebeneffekt, dass man sich in Erinnerung bringt und seine Wertschätzung zeigt, kann man als vernünftiger Mensch bevorzugt Dinge mit einem praktischen Nutzen verschenken. Ich habe in den Anfangszeiten meiner Online-Redaktion den Betrieben einer bestimmten Branche einen sehr übersichtlichen Jahreskalender als PDF geschenkt. Der sollte als Entwurf für einen Redaktionskalender dienen und jeden Monat passende Themen für die Aktualisierung der Website vorschlagen, mit passenden Bildmotiven. Das klappte gut, weil ja alle Beschenkten in der gleichen Branche waren. So weit ich das beurteilen kann, kam das gut an. Ich wurde noch Jahre später darauf angesprochen. Konkret umgesetzt wurde es in wenigenFällen, aber seinen Sinn hatte es dennoch erfüllt.

Digitale Weihnachtskarten gehören nicht zu meinen Favoriten. Aber ich erinnere mich an schöne, ergreifende Videos, die mit ziemlichem Aufwand produziert wurden und die mir lange in Erinnerung geblieben sind. Die empfand ich auch als ein Geschenk.

PDFs, E-Books und ähnliches wird heute so breit gestreut, kostenlos oder für wenig Geld, dass es schwer ist, aufzufallen. Außerdem sollte der Beschenkte nicht den Eindruck haben, dass hier jemand nur in die große Kiste gegriffen hat und eines sehr zahlreichen Angebote an eine Email gehängt hat. Und wie immer spielt neben dem Inhalt auch die Gestaltung eine Rolle. Der Aha-Effekt beim Öffnen ist bereits der halbe Erfolg.

Werkzeug

Sie wissen sicher, was sich Kunden und Interessanten am meisten wünschen. Geben Sie es Ihnen. Und machen Sie das, was Sie am besten können. Schreiben, fotografieren, beraten, programmieren, filmen. Wenn Ihr Geschenk noch immer etwas dröge aussehen sollte, hübschen Sie es mit den Mitteln auf, die Ihnen online zur Verfügung stehen. Die obige Grafik ist zum Beispiel mit Canva erstellt und lässt selbst PDFs etwas schöner aussehen.

Geben! Und nehmen?

Dass man mit seinem Online-Geschenk auch gleichzeitig Werbung für sich macht ist ok. Es sollte aber eher dezent geschehen. Das Ganze an an Aufträge zu koppeln erscheint mir zu geschäftsmäßig. In meinen Augen ist dann die Grenze zwischen Geschenk und Werbung überschritten.

Was darf man also erwarten, damit man noch in guter Erinnerung bleibt? Meiner Meinung nach: gar nix. So ist das eben mit Geschenken. Niemand freut sich über Geschenke, die mit Hintergedanken gemacht werden. Bestenfalls kann man auch das weiterhin machen, was man mit dem Geschenk ausdrücken möchte: In Verbindung bleiben, guten Kontakt halten, aufeinander eingehen. Dann ist das Online-Geschenk quasi das i-Tüpfelchen, dass dieses gute Verhältnis noch einmal betont.

 

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