Werbelinks im Blog

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks im Blog müssen gekennzeichnet sein. Dazu gehören auch die sogenannten Affiliate Links, die viele Blogger verwenden, um damit bei einem Kauf über den Link eine kleine Provision zu verdienen. Ich tue das auch, ausschließlich mit Amazon-Links, wie zum Beispiel hier: Panasonic Lumx G81. Aber wer solche Links nicht kennzeichnet, der verstößt damit zum einen gegen die Amazon-Richtlinien. Und solche Links sollen außerdem einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb darstellen.

Kennzeichnung oder nicht ist also keine Frage. Bleibt nur noch offen, wie man vorgeht. Schließlich sollen auch ältere Links einer Website erfasst werden. Und die *Sternchen-Lösung halte ich für wenig praktikabel. Dazu soll man händisch einen Stern hinter jeden Affiliate-Link setzen und das Sternchen – wie in Print-Produkten – am Fuß der Seite oder des Beitrags erklären. Aber da ich auf diversen Websites schon öfters nach diverse Sternchen-Erläuterungen gesucht habe (nicht immer erfolgreich) bin ich kein Fan dieser Lösung.

Werbelinks – eindeutig

Auf der Suche nach einem vernünftigen Plugin bin ich leider gescheitert. Ich hatte eine Zeit lang das Plugin Link Indication im Einsatz. Aber das kennzeichnet nur externe Links als solche. Damit ist noch nicht die Werbe- oder Affiliate-Funktion erklärt.

Auf der Suche nach einer CSS-Lösung, die auch alle alten Links meiner Blogs erfasst, bin ich auf diesen Artikel gestoßen: Affiliate Links im Inhalt mit CSS markieren.

Dort wird empfohlen, einen einfachen CSS-Selektor zu schreiben, der an jeden Link einen Text anhängt. Enthält der Link zum Beispiel „recommends“ würde die Anweisung lauten:

a[href*="/recommends/"]:after {
content: " (Werbelink)";
}

Das funktioniert schon recht gut. In den Kommentaren wird als Ergänzung noch eine farbliche Hervorhebung und Hochstellung angefügt, so dass für mich für die Amazon-Kurzlinks also folgendes herauskam.

a[href*="/amzn.to/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Und weil es früher auch mal die langen Links gab mit www.amazon.de habe ich noch folgendes hinzugefügt:

a[href*="/www.amazon.de/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Wohin damit?

Wer ein Standardtheme wie twentyseventeen benutzt, der kann das im CSS-Stylesheet an den Schluss setzen. Die Datei style.css findet sich hier: ../wp-content/themes/twentyseventeen/style.css. Wer ein Kauf-Theme nutzt oder ein Baukasten-System, der sollte nach einer Möglichkeit suchen, im Administrationsbereich „Custom CSS“ einzufügen. Und wer (noch) kein Child-Theme nutzt, der muss das nach jedem WordPress-Update wieder neu einfügen.

Diese Lösung bekommt sicher keinen Schönheitspreis. Aber ich finde sie so offensichtlich und so ehrlich, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, es könnte jemand etwas falsch verstehen.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Instagram Stories – weg von den Wackel-Videos

Instagram Stories - hier mit FCPX erstellt

Instagram Stories – hier mit FCPX erstellt

Instagram Stories gehören zu den Neuerungen, die ziemlich erfolgreich sind. Kein Wunder, hat sich doch das Konzept bereits an anderer Stelle bewährt 😉 Manchmal hat man sogar den Eindruck, dass die gute alte Foto-Geschichte mit einzeln geposteten Bildern und mehr oder weniger aussagekräftigen Bildtexten etwas ins Hintertreffen gerät. Das Ansehen und Durchsuchen der Mini-Video-Clips entwickelt Suchtcharakter.

Wer sich nun – je nach Neigung – vielleicht einen Feed zusammengestoppelt hat mit Bildern guter und sehr guter Fotografen, egal welchen Themenbereichs, der ist von den Stories nicht immer gleichermaßen begeistert. Man findet oft überzählige, manchmal auch schlechte Fotos, zugekleistert mit wenig Text, dazwischen verwackelte Videos. Das soll nun gar keine Kritik sein: Das Medium ist je gedacht für die spontane Verteilung von aktuellen Zustands-Bildern, sozusagen aus dem Handgelenk fotografiert / gefilmt. Das kann man mögen, wenn man die Leute mag, die hier berichten. Fällt diese persönliche Beziehung weg und man bewertet den Inhalt, wischt man diese Feeds eher schnell weg. Dabei ist zumindest für all diejenigen, die Fotos und Videos in aller Regel am Computer bearbeiten, der Weg zu besseren Inhalten ziemlich einfach.

Die Kurzbeschreibung konzentriert sich auf Videos, die mit FCPX am Mac bearbeitet werden. Aber das Verfahren ist leicht übertragbar auf Windows und andere Schnitt-Software.

Instagram Stories – der Workflow

Die Hürde für eine Bearbeitung ist oft die 24-Stunden-Regel: Am Smartphone werden mir für die Verwendung von Bildern und Videos in den Stories nur Aufnahmen der letzten 24 Stunden angezeigt. Da bleibt wenig Zeit für eine Bearbeitung. Deswegen werfen die meisten Benutzer diese Inhalte in den Stories-Feed – weg damit. Es spricht aber nichts dagegen, Fotos und Videos zum Beispiel mit Photoshop, Lightroom oder Final Cut Pro X nachzubearbeiten. Das gilt auch für die Hochformate. Die sind bei den Fotos sowieso kein Problem.

Hochformat-Videos: gewusst wie

Kniffliger wirds bei den Videos. Aber auch hier kann man die Hochformate weiter bearbeiten und schneiden. Final Cut (FCPX) wählt die Auflösung des Clips nach der ersten Datei, die man in die Timeline zieht. Noch besser ist es, das Projekt aufzurufen und die Einstellungen gleich selbst zu bearbeiten. Statt der Querformat-HD-Einstellung 1920 x 1080 wählt man die eben die Hochformat-Variante: 1080 x 1920. Das Video erscheint in der Vorschau schon richtig. Es lassen sich Clips aneinandersetzen, Übergänge gestalten, Texte einblenden – wie in jedem anderen Video auch.

Da die Maximallänge für Videos bei 15 Sekunden liegt, schneide ich am Ende das Video in 15-Sekunden-Stücke, die ich einzeln exportiere. Mit den entsprechenden Einstellungen geht das in Adobe Premier sicher genauso gut und einfach.

Der Export

Der Export bei FCPX erfolgt üblicherweise über Compressor. Auch hier kann man eigene Einstellungen vornehmen. entweder man kopiert seine Youtube-Einstellungen für das HD-Querformat und ändert die Größe einfach wieder in 1080 x 120. Oder man legt das neue an mit diesen Werten. Die Verarbeitung erfolgt aufgrund der Kürze der Clips recht schnell. Die abgespeicherten Clips liegen dann normalerweise in Filme. Von dort kann man sie mittels AirDrop aufs Smartphone ziehen. Der Zeitstempel wird beim Erzeugen des Videos vergeben. Man kann also von nun an innerhalb von 24 Stunden diese Clips in den Instagram Stories veröffentlichen. unabhängig davon, wie alt das Videomaterial ist.

Aber Achtung: Viele Nutzer reagieren allergisch, wenn man zeitlich unpassende Beiträge veröffentlicht. Sie gehen davon aus, dass diese Funktion so genutzt wird, wie sie gedacht war. Als aktuelle Bereicherung des Instagram Feeds. Nichtsdestotrotz kann man aus dem vorhandenen Material ja – solange die Bedingungen stimmen – weitere Clips erzeugen und „fristgerecht” innerhalb von 24 Stunden hochladen. Ob das Gezeigte am selben Tag aufgenommen wurde, ist für andere vielleicht nicht so interessant. Aber Schnee-Schipp-Bilder im Sommer zum Beispiel kommen deswegen trotzdem nicht gut an.

Mein Fazit: Lieber weniger Clips und dafür welche, die herausstechen.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Foto-Know-How fürs eigene Blog: die Grundausrüstung

Foto-Know-How kostet auch – aber eben nur Zeit. Wer anfängt zu bloggen, der macht sich viele Gedanken um die ideale Foto-Ausrüstung. Wie machen es die anderen, was benutzen die Blog-Profis? Und gibts auch eine Lösung fürs kleine Budget? Die gute Nachricht: Es gibt immer eine preiswerte Lösung. Und die für wenig Geld muss nicht merkbar schlechter sein.

Foto-Know-How – besser als High Tech

Das Netz ist voll mit netten kleinen Geschichten, bei denen man den „Profis” eine „Gurke” untergejubelt hat. Glamour-Fotografen, die mit einer Barbie-Spielzeugkamera knipsen mussten. Video-Blogger, die mit der Auflösung auskommen mussten, die vor Generationen verwendet wurde. Und man ahnt es bereits. Diese Leute haben sich nicht bis auf die Knochen blamiert. Jemandem seine Canon 5D wegzunehmen und sie gegen eine sprichwörtliche „Schrott-Kamera” einzutauschen mag zu Beginn ziemlich hart erscheinen.

Das Bokeh - lässt sich leicht austesten.

Das Bokeh – lässt sich leicht austesten.

Der Profi, so lernen wir bei solchen Videos, reduziert die Schmach auf ein paar harte Fakten: Die Auflösung ist schlecht, also fotografieren formatfüllend, ohne dass Details eine zu große Rolle spielen. Die Belichtung ist so schlecht wie die Empfindlichkeit, also sorgen wir gutes Licht. Und die Tiefenschärfe geht gegen Unendlich, also sorgen wir selbst durch den Bildausschnitt dafür, das unser Hauptmotiv gut rauskommt.

Natürlich wünschen wir uns alle das beste Werkzeug für jede Aufgabe. Und auch wer „nur” für sein eigenes Blog arbeitet und (noch) kein Geld damit verdient, sollte sich vernünftiges Werkzeug zulegen. Wie bei jedem anderen Handwerk aber entscheidet letztlich nicht das Werkzeug, sondern der Mensch, der damit arbeitet über die Qualität.

Licht für Foto und Video - viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Licht für Foto und Video – viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Lernen ist die beste Investition

Eine Knipse für den Anfang zu kaufen ist ok. Damit jede Menge Schrott zu fabrizieren und nur wenige gute Bilder ist ebenfalls akzeptabel. Wer daraus allerdings nichts anderes lernt, als dass er eine teure Kamera will, hat eine Chance verpasst. Nie war es einfacher, sich das nötige Foto-Know-How anzueignen:

  • Anleitung: Neben ungezählten beinahe sinnfreien Unboxing-Videos gibt es etliche Einführungen ins Thema. Wie hängen Blende, Belichtung und Empfindlichkeit zusammen. Welche Rolle spielen Sensorgröße und Auflösung? Welcher Kamera entlocke ich wie die besten Ergebnisse? Wer sich von einem Suchbegriff zum anderen durchhangelt, der hat sich nach spätestens einer Woche das Basis-Wissen draufgeschafft.
  • Kosten: Bilder kosten nix mehr. Die ersten Gehversuche für fotobegeisterte Jugendliche führten vor einigen Jahre über teure Diafilme mit Entwicklung und Rahmung, oder ebenso teure Abzüge von Negativfilmen. Und immer, wenn man glaubte zu wissen, wie es geht, wechselte man den Film, machte neue Erfahrungen, neue Fehler, zahlte sprichwörtlich Lehrgeld. Heute kann ich in meinem Wohnzimmer dasselbe Motive in hundert Variationen ablichten. Und nachher mit einem kostenlosen Programm die Bilder betrachten, auswerten und meine Schlüsse ziehen. Wann ist die Schärfentiefe ideal? Wann beginnt die Aufnahme körnig zu erscheinen? Welche und wieviel Lichtquellen sind nützlich und praktikabel?
  • Langsamer Aufbau: Ich muss nicht von der Kompaktkamera zur Profi-Knipse umsteigen. Von 100 Euro zu 3.000 Euro. Vielleicht mache ich Food-Fotografie. Dann wird die Anschaffung, die meine Bilder schlagartig besser macht, der Kauf eines Stativs sein. Vielleicht will ich Menschen fotografieren, schnell, umstandslos, mit einem Porträt-Effekt. Dann hilft mir eine „schnelle” Linse als Wechselobjektiv weiter. Und wenn ich mir das Canon 1,4 /35 mm nicht leisten kann, dann ersteigere ich eine ältere 1,7er-Linse für 50 Euro, nötigenfalls mit einem Objektivadapter für 20 Euro. Oder ich brauche gutes Licht und einen schönen Hintergrund. Beides bekomme ich für kleines Geld im Baumarkt.

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Hier ein paar Beispiele, wie man aus wenig mehr macht:

Die kleinste Canon gegen die Größte. Und bei den Ergebnissen gibts kaum Unterschiede.

Pro Photographer, cheap camera challenge – der Name der Reihe sagt schon alles

Simon Cade vom DSLR Guide wird nicht müde, in diversen Videos darauf hinzuweisen, dass er gerne mit seiner uralten Canon DSLR arbeitet, und dass das keinen Unterschied macht.

Mein Fazit

Wichtigste Ressource beim Fotografieren sind das Basis-Wissen und die Erfahrung. Wer mit einer kleinen Kamera beginnt und um die Einschränkungen weiß, der kann trotzdem tolle Ergebnisse bekommen. Wer nicht mit der von der Oma geschenkten Kompaktkamera beginnen will, der kauft sich in der Bucht eine simple DSLR mit Wechselobjeltiv. Das darf zu Beginn gerne das Kit-Objektiv sein, ein billiges Allerwelts-Zoom. Und wer Videos macht, die Zeichen an der Wand sieht (und sie richtig deutet), der kauft – gerne ebenfalls gebraucht – eine 4K-Kamera für später. Auch normale HD-Videos werden schärfer, wenn sie von 4K heruntergerechnet werden. Und die höhere Auflösung ermöglicht mit Hineinzoomen und Schwenks fast so viel, wie eine zweite Kamera am Set.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Blogposts schreiben: Thema und Profil

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts zu schreiben kann in Arbeit ausarten. Fliegen einem zu Beginn noch die Themen zu, wird es mit der Zeit manchmal doch zäh. Rat und Hilfe sucht man im Netz bei diversen Ratgebern – aber die sind sich nicht immer einig. Was ist nun am wichtigsten? Mein Profil, das knackscharf sein soll? Die Suchmaschinen-Optimierung? Oder einfach die Tatsache, dass ich drei Posts pro Woche veröffentliche?

Für die Ungeduldigen: Am Fuß des Posts gibts eine kurze Zusammenfassung mit den 5 wichtigsten Tipps

Blogposts schreiben – etwas weniger unbekümmert

Und so kaut man am Bleistift, an seinen Fingernägel oder was auch immer und prüft, welche Kriterien am wichtigsten sind. Und warum der Rat der Experten so unterschiedlich ausfällt. Ich muss mein Profil finden und meine Zielgruppe festlegen. Aber mit jeder Einengung wird es schwieriger, spontan Themen aufzugreifen. Und lustvoll und spannend darüber zu schreiben. Muss ich für mein Blog quasi einen Business-Plan erstellen?

Erfolge sind ein eher mittelfristiges Ziel

Jeder möchte, dass sein Blog gelesen wird. Und jeder, der heute ein Blog beginnt, schielt auch schon auf kleine oder größere Einnahmen. Kein Wunder, liest man doch überall von den Erfolgen vieler Blogger, die jetzt reich und berühmt sind. Aber so gut und sinnvoll Vorbilder sind, in allen kreativen Bereichen gilt: Es gibt keine Schablonen oder fixe Anleitungen, höchstens Anregung und Inspiration.

Testen und Messen

Auch wenn einige Ratgeber schnelle und überzeugende Erfolge versprechen: gut Ding will Weile haben. Selbst wenn man Schreib-Erfahrung hat ist ein Blog nicht dasselbe wie eine Pressemitteilung, ein Unternehmensbericht oder eine Kurzgeschichte. Diese Erfahrungen führen höchstens dazu, dass der Schreibprozess selbst vielleicht etwas flüssiger von der Hand geht.

Die wirklich wichtigen Dinge für ein Blog lernt man erst im Laufe der Zeit. Und auch wenn ich niemandem empfehlen würde, einer Statistik (oder der Suchmaschinenoptimierung) beim Schreiben zu folgen: Erfahrung hilft. Doch erst, wenn man ein paar Wochen aktiv war, die Reaktionen seiner Leser verfolgt und die Statistiken erforscht hat, wird man schlauer. Eine Statistik ist sinnvoll, wenn sie über längere Zeit Daten erfasst und Trends erkennen lässt. Nicht nach einer Woche, oder einem Monat.

Wer an dieser Stelle bereits sein Business-Modell scheitern sieht: Glückwunsch! Die klare Einsicht, dass keiner der Erfolgs-Leitfäden zu einem Raketenstart führen wird, ist doch ein realistischer Anfang.

Nutzloses Schreiben?

Vielleicht ist es der Anspruch, der viele neuen Blogger hemmt. Und die vermeintlichen Ziele, die andere so schnell erreicht haben. Dabei ist einer der hilfreichsten Ansätze um Schreiben zu „lernen” die Übung und Erfahrung. Wer dabei Angst hat, nicht suchmaschinenoptimiert zu formulieren, das Thema verfehlt zu haben oder von anderen kritisiert zu werden, wird es schwer haben.

Auch Artikel, die vielleicht zu Beginn nur von einer handvoll Leuten gelesen werden, sind nicht nutzlos. Auch dann nicht, wenn sie keine Kommentare, Likes, Verlinkungen erhalten haben. Wer es nicht schafft, seinen Stil, seine Handschrift zu finden, der wird auch mit SEO-Tipps nicht glücklich werden.

Ziel und Plan und Profil

Also heißt es schreiben. Nicht ziel- und planlos oder ohne Struktur. Aber so, dass man am Ende seinen Artikel / Blogpost durchliest und sagt: Ja, das ist spannend und unterhaltsam. Und vielleicht sogar lehrreich.  Sich zu Beginn ein Profil zu geben ist eine gute Idee. In der Regel wird sich ein Profil aber erst im Laufe der Zeit entwicklen und verfeinern. Das ist dann der Punkt, wo SEO und Keyword-Planung spannend werden, neue Aspekte bringen. Und wo solche Techniken nicht von vorneherein dazu führen, dass ein Text eher verhunzt wird.

Auf jeden Fall führt es mit etwas Gespür dazu, dass man „sein” Profil findet. Und das entdeckt ein Leser ja auch nicht nach den ersten drei Artikeln. Man kann sich also ruhig etwas Zeit damit lassen.

Was ist der Maßstab?

Auch mit viel Erfahrung und statistischer Auswertung und einer größeren Leserschaft wird man sich immer wieder fragen müssen, was wichtiger ist. Das Profil, die Reichweite, am Ende vielleicht sogar Werbung und Verkauf auf der Website? Warum nicht mal eine spitze Glosse schreiben, einen erlebnisorientierten Beitrag? Das bringt vielleicht keine „vorzeigbaren” und nutzbaren Ergebnisse. Aber es führt vielleicht dazu, dass mich die Menschen besser kennen lernen, die mein Blog lesen.

Es ist wie in vielen Bereichen des Alltags, auch in den Sozialen Medien. Wer von Anfang einer Beziehung an Verkauf und Eigennutz im Auge hat, der wird von anderen sicher eher skeptisch beurteilt. Und das völlig zu recht. Wer es schafft, sich sich als Kenner der Materie und Ratgeber zu profilieren, der erhält oftmals einen Vertrauensvorschuss. Und für diesen Weg gibt es keine Abkürzungen.

Meine Tipps:

  1. Schreiben, schreiben, schreiben: Ausprobieren, was sich gut liest und was man gut kann. Unterschiedliche Textlängen, Lehrreiches und Unterhaltsames, reichlich bebildert und eher karg illustriert.
  2. Messen: Statistik von Anfang an einrichten, aber getrost erst mal für einige Wochen vergessen. Dann erkennt man einen Trend: Was kommt gut an, was wird gesucht, aber nicht gelesen, etc.
  3. Nach den ersten lustvoll und spontan verfassten Posts die eigene, persönliche Bilanz ziehen: Was mache ich gerne, was liegt mir. Was ergibt am ehesten ein Bild von mir, von dem was ich mache und von dem was ich kann. Ein knackscharfes Profil kann man nicht vom ersten Post an haben. Aber man kann darauf hinarbeiten.
  4. Möchte ich das schreiben, was mir am Herzen liegt, was ich kann, wo ich Bescheid weiß? Dann baue ich mir ein Profil auf, dass mir das Vertrauen meiner Leser einbringt. Für Vertrauen muss ich aber Werbung und Verkauf erst einmal hinten anstellen.
  5. Oder will ich mit Optimierung der Suchmaschinen und der Suche nach relevanten Keywords vor allem Reichweite aufbauen und später konkret etwas verkaufen?

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Tintenstrahl-Farbdrucker: Braucht man die heute noch?

Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Tintenstrahl-Farbdrucker scheinen das gleiche Schicksal zu erleiden, wie Faxgeräte oder Diaprojektoren. Zumindest bei mir. Ich habe mein Arbeitszimmer entrümpelt und neu eingerichtet wurde (viel Ikea und ein motorisch höhenverstellbarer Schreibtisch, der sehr viel komfortabler ist als der mit Gasdruckfeder). Ins neue Arbeitszimmer haben es alle Dinge geschafft, die ich täglich für meine Arbeit brauche. In einer Ecke allerdings ruht weitgehend unbeachtet jetzt mein Epson Farbdrucker. Und mir will partout kein Grund einfallen, das Ding wieder anzuschließen und zum Laufen zu bringen

Tintenstrahl-Farbdrucker sind ein Relikt

Die schlechten Seiten von Tintenstrahl-Farbdruckern aufzuzählen ist müßig, jeder kennt sie. Die Preise für Original-Druckertinte liegen irgendwo zwischen denen von sehr teurem Parfüm und dem Straßenpreis für Heroin (gefühlt). Immer, wenn man sie anschaltet, rackern sie erst eine Weile, säubern sich und verbrauchen dabei weiter kostbare Tinte. Und wenn man dann drucken will ist entweder eine der Farbpatronen leer oder die Düsen sind verstopft. Also reinigen, Tests drucken, neu drucken, etc. Mein Schwarz-Weiß-Laserdrucker ist kein solches Problemkind: Immer gestochen scharf Ergebnisse, kein Wartungsaufwand.

Nicht dass mich jemand falsch versteht. Ich habe nichts gegen Farbdrucker. Ich habe die Teile geliebt. Wann immer mir der Sinn danach stand, habe ich nach einem Foto-Shooting einen Ausdruck gemacht. Oder ich habe spontane Familienfotos ausgedruckt, weil man die Drucke viel lieber herumzeigt, als das Display seiner Kamera. Ich habe regelmäßig die zahlreichen Bilderrahmen in unserer Wohnung neu bestückt mit aktuellen Fotos (mache ich immer noch). Auch mit Sonderformaten wie Panoramafotos.

Für die Panos habe ich stets das recht teure Spezialpapier auf der Rolle gekauft. Und natürlich habe ich beim Kauf eines neuen Druckers darauf geachtet, dass das Gerät damit auch zurecht kommt. Auch in dien Arbeitsräumen meiner Frau wurden (und werden) regelmäßig neue Panoramafotos aufgehängt. Und sie finden sicher viel Beachtung. Das kann natürlich an meinen Fotokünsten liegen. Ziemlich sicher spielt aber auch eine wichtige Rolle, dass es regionale Motive sind und ein besonderes Format.

Und dennoch finde ich weder einen Grund noch einen geeigneten Platz, um den Farbdrucker jetzt zu reanimieren.

SW-Abzug auf Barytpapier. Dokumentenecht, jetzt schon mehr als 30 Jahre alt und in einigen Jahrzehnten sicher immer noch schön.

SW-Abzug auf Barytpapier. Dokumentenecht, jetzt schon mehr als 30 Jahre alt und in einigen Jahrzehnten sicher immer noch schön. Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Sexy Ergebnisse? Nur im neuen Zustand

Ehrlich gesagt habe ich ihn auch schon länger nicht mehr benutzt. Zuletzt für Passbilder, was keine so richtig ekstatischen Reaktionen hervorgerufen hat. Und wenn ich jetzt über Verwendungsmöglichkeiten für Motive meiner letzten Island-Fotos nachdenke, dann komme ich auf alle möglichen Verarbeitungswege. Die meisten haben mit Hochladen der Motive zu tun und der Entscheidung Abholen oder zuschicken lassen. Die Preise für Online-Dienste sind günstig. Und eine neue Bestellung mehrerer Tintenpatronen für den Epson ist bei einer Reanimation des Druckers nicht allzu fern.

Hinzu kommt, dass zwar auch die altgedienten Holz-Rahmen samt Passepartout noch ihren Charme haben, die derzeit mit digitalen Drucken befüllt werden. Andererseits ist auch das Bestellen bereits aufgezogener Drucke unter Acryl für mich ziemlich verlockend, seitdem ich das in einer Gallerie gesehen habe. Wobei die Holzrahmen samt Passepartout sicher noch lange Jahre im Einsatz bleiben werden.

Diese jederzeit verfügbaren Dienste sind auch teilweise die Ursache dafür, dass ich eigene Farb-Ausdrucke nicht mehr beruflich nutze. Ein JPG oder PDF zu schicken ist erstens einfacher. Und zweitens sind auch bei den Betrachtern die Ansprüche gestiegen. Ob da der Farbausdruck eines schon älteren Druckers noch mithalten kann? Die Preise für gute neue Drucker dagegen lassen mir eine Neuanschaffung kaum mehr rentabel erscheinen.

In der Rückschau war der immense Aufwand, den ich mit selbst erstellten SW-Abzügen auf Baryt-Fotopapier und einem speziellen Trocknungsgerät betrieben habe, der Lebensdauer der Drucke mehr als angemessen.

Das Technik-Museum

Was also spricht noch gegen die Entsorgung des Relikts? Schwer zu sagen. In einem Kämmerlein auf dem Dachboden liegt zum Beispiel, in Kisten verwahrt, meine erstes Schwarz-Weiß-Labor. Gekauft von den mageren Einkünften eines Ferienjobs in einem Fotogeschäft während meiner Studentenzeit. Also wirklich vom Munde abgespart. Vergrößerer, eines der besten Objektive, die es damals für diesen Zweck gab. Trocknungsgerät, Lampen, Zeitschaltuhr, Schalen, Entwicklungsdosen.

Im Keller stehen zwei Überblend-Projektoren, die damals ihrer Zeit weit voraus waren. Digitale Steuerung für vertonte Diaschauen. Neben der übersichtlichen Zahl öffentlicher Diaschauen gibt es einige tausend private Dias, die ebenfalls auf zwei Magazine für die Überblendung verteilt waren. Warum? Weil ich es konnte. Warum sollte ich mir meine privaten Bilder mit weniger Komfort ansehen?

Von den zahlreichen Gehäusen und Objektiven vergangener Jahre will ich gar nicht reden. Beim Drucker ist das anders. Für ihn tickt die Uhr. „Wenn Du mich hier noch länger rumstehen lässt”, flüstert er mir zu, „dann räche ich mich mit eingetrockneten Düsen und einem Verbrauch an neuer Tinte, der Dich in den Ruin treiben wird.”

Vielleicht spreche ich nochmal mit ihm.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!