Newsletter-Anreize: Was brauchts zum Anmelden?

160622_dl_web

Sämtliche Ratgeber für den Betrieb erfolgreicher Websites werden ja nicht müde, auf die Bedeutung eines Newsletters hinzuweisen. Ganz abgesehen davon, dass ein Newsletter sich auch nicht automatisch schreibt (und wenn, dann ist er nichts wert), sollte man ja einen Anreiz schaffen, damit sich Leute dafür anmelden.

Der Problogger listet 7 Beispiele auf: 7 Simple Ideas for Mailing List Opt-Ins. Allerdings wird bei den meisten Website-Betreibern nur das inzwischen schon seuchenartig verbreitete kostenlose E-Book übrig bleiben. Und wer – wie ich- schon etliche dieser kostenlosen E-Books eingesammelt hat und enttäuscht wurde, reagiert nur schwach auf diesen Anreiz.

Was nicht bedeutet, dass ich keine Newsletter mehr abonniere: Ich tue das ständig und melde mich ebenso schnell auch wieder ab, wenn sie keinen Nutzen für mich haben. Ich kann nicht sagen, welcher materielle oder ideelle Anreiz hier am besten wirkt. Nach meiner Erfahrung ist es so, dass die Chancen auf einen interessanten und nützlichen Newsletter dann am größten sind, wenn die Beiträge auf der Website ebenfalls interessant und nützlich sind.

Einer der Newsletter-Abos, die (abgesehen von reinen Verkaufs-Newslettern) am längsten bei mir besteht ist zum Beispiel der von David Lebovitz. Man weder das Erscheinungsbild von Website noch des Newsletters als besonders fancy bezeichnen. Aber der Kochbuch-Autor schreibt gut, hat interessante Themen und macht gute Bilder zur Illustrierung. Und er behandelt seine Verkaufs-Anliegen (neue Bücher, Kurse, Touren) sehr dezent.

Der Newsletter ist mit monatlicher Erscheinungsweise angekündigt, und das klappt auch. Man erfährt Sachen, die nicht im Blog stehen (!) und bekommt nicht alle, sondern nur die von ihm besonders empfohlenen Posts des aktuellen Monats gezeigt, dazu favorite links.

Meistens ist für mich der Inhalt maßgeblicher als der Anreiz für Abos. Gute Themen, regelmäßig interessant präsentiert sind Anreiz genug, damit ich gleich alle favorisierten Kanäle abonniere: Newsletter, Facebook, Instagram. Twitter, Google finde ich weniger ergiebig, nur in Einzelfällen kommen noch Youtube-Kanäle dazu.

Gute Beispiele für ansprechende Designs und Aufmachung gibt es übrigens bei den Anbietern der Mail-Dienste wie Mailchimp genügend. Spätestens beim Anklicken entscheidet dann aber der Inhalt, und nicht die „Goodies”.

160622_dl_mail

Iceland | Land of Fire and Ice on Vimeo

Island erfreut sich nicht nur in der Tourismus-Branche sondern vor allem auch bei Fotografen und Filmemachern großer Nachfrage. Eines der Island-Videos, das sich für mich von der Masse abhebt ist das obige. Es stammt von zwei Schwestern mit großer Leidenschaft fürs Reisen, auf dem Vimeo-Kanal finden sich noch (wenige) weitere interessante Videos.

10 Tipps wie man sich vom „Anschaffungs-Syndrom” befreit

Gear Acquisition Syndrome

Witzig, vor allem für Fotografen (und sicher ist das auch für Apple-Fans und andere Technik-Freaks übertragbar):10 Tips on How to Cure Yourself of GAS (Gear Acquisition Syndrome). Jeder der seit längerem fotografiert, wird einige Punkt wieder erkennen – wenn nicht alle.

Autor Eric Kim macht vorwiegend street photography (da sollten die technischen Verlockungen generell vielleicht etwas geringer sein, wegen der Kompaktheit der Ausrüstung) und betreibt ein informatives und unterhaltsames Blog.

Vimeo-Pluspunkte: Neuer Feed und praktische Tipps

vimeo

Nachdem ich mich neulich noch darüber geklagt hatte, dass meine einst favorisierte Video-Plattform Vimeo etwas an Attraktivität eingebüßt hat, muss ich nun fairerweise meinen Eindruck etwas korrigieren.

Erstens wurden die Feeds wohl umgestellt. Ich will nicht das zu oft beschworene Stichwort Algorithmus bemühen, aber sowohl mein persönlicher Feed, also Neuigkeiten von den Seiten, denen ich folge, als auch die ehemalige Rubrik ”Entdecken” wurden gefühlt entrümpelt. (Die Rubrik “Entdecken” heißt jetzt übrigens “Erfährt zur Zeit viel Aufmerksamkeit” und sprengt damit fast die Navigationsleiste.) Die Zahl der sehr alten Beiträge dort ist spürbar zurückgegangen, ich sehe neuere und “„passendere” Beiträge.

Zweitens hat das Vimeo-Blog zunehmend interessante grundlegende Artikel veröffentlicht in letzter Zeit. Zum Beispiel Video file formats 101: containing, decoding, & compressing auf Vimeo oder Camera considerations: resolution, sensor size, & lenses auf Vimeo. Hilfreiche Artikel für das Grundwissen. Wers genauer wissen will, kann recherchieren, aber damit kommt man erst einmal hin.

instaFreebie – Geschenke für Leser

freebies

Wer kennt sie nicht, die fast schon unabwendbaren Popup-Fenster, die beim ersten Besuch einer Website schon nach wenigen Sekunden ein Geschenk versprechen – wenn man den Newsletter abonniert oder ein Gratisbuch herunterlädt. Die Reihenfolge ist beliebig, aber meistens gibt es den Zweier-Pack: Emailadresse gegen ein “Freebie”.

Gibt es “Kundengewinnung” auch bei Blogs?

Während man diese Lösung durch diverse Plugins oder andere Konstruktionen zum Beispiel relativ leicht bewerkstelligen kann, gibt es jetzt auch eine professionellere, ausbaufähige Lösung (die in größeren Rahmen dann auch freilich was kostet): instaFreebie.

Das der Deal Email-Adresse gegen Geschenk aktuell so hoch im Kurs steht, hat seinen Grund: Wer eine Website hat, will meistens auch etwas verkaufen. Und verkaufen gelingt einfacher durch einen direkten draht zu seinen Lesern: Wer erst einmal die Erlaubnis hat, seinen Lesern Emails zu schicken, der kann recht viel damit anfangen.

Natürlich kann man zu allererst den Service für seine Leser verbessern: Sie regelmäßig auf dem Laufenden halten, auch wenn sie das eigene Blog nicht besucht haben. Noch reizvoller ist es dagegen, seinen Lesern früher oder später Kauf-Angebote zu machen, an denen man mit verdient.

Oder besser vorsichtig sein mit Lock-Angeboten?

Aus meiner Sicht sprechen allerdings auch ein paar Dinge gegen diese Lösung (mit oder ohne den Service eines Dritten):

Erstens finde ich die aufpoppenden Fenster mit der Email-Anmeldung etwas nervig. Natürlich ist die einfachste Lösung, das jedem Leser nach 20 oder 30 Sekunden zu zeigen. Wer im Netz unterwegs ist und auf der Suche nach einem Thema mehrere Websites besucht, der ist schnell ziemlich angefressen von dieser Aufforderung, die man gerne etwas später erhalten hätte: Wenn man die Website öfters besucht, weil man sie interessant findet. Aber technisch ist das wohl kaum möglich.

Zweitens muss ich gestehen, dass ich einige der verlockend klingenden Angebote angenommen habe – und oft enttäuscht wurde: Die versprochenen Ratgeber und E-Books erwiesen sich als nicht sehr hilfreich.

Und drittens hat man nach dem ersten Besuch einer Website oft nicht erkannt, wo das eigentliche Interesse des Betreibers liegt: Hat er zum Beispiel ein trendiges Thema nur aufgegriffen, um potenzielle Kunden auf seine Seite zu locken?

Generell gilt ja auch, dass man nichts versprechen soll, was man nicht halten kann: Dauerhaft wichtige Tipps und wertvolle Artikel, täglich ein Rezept, zweimal die Woche ein Video: So mancher Blogger wurde durch seine hochfliegenden Pläne auch schon bald aus der Kurve getragen. Weil ein Projekt oftmals ambitionierter startet, als es der Alltag später zulässt.

Sympathischer finde ich da die eher unauffälligen Anmeldeboxen für den Newsletter – ganz ohne Geschenk-Versprechen. Wenn mich eine Seite interessiert suche ich beim wiederholten Besuch ganz von selbst nach Möglichkeiten, mich über Facebook, Instagram oder einen Newsletter auf dem Laufenden zu halten.